17. Dezember 2015

Kemmer: Zinswende der Fed gute Nachricht – Krisenmodus kein Dauerzustand

„Die Zinserhöhung der US-Notenbank ist eine gute Nachricht: Sie zeigt, dass die Fed dem konjunkturellen Aufschwung in den USA vertraut und die Folgen der Finanzkrise zum größten Teil als überwunden ansieht“, erklärt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. Die extrem expansive Geldpolitik dürfe auch für die Europäische Zentralbank (EZB) nicht zum Normalzustand werden. Kemmer: „Wenn Wirtschaft und Finanzsystem hinreichend stabilisiert sind, ist klar, dass – wie jetzt in den USA – die Geldschwemme schrittweise eingedämmt werden muss.“

Kemmer zeigt sich zuversichtlich, dass die Fed den weiteren Anpassungspfad ihrer Geldpolitik behutsam und mit Umsicht steuern wird: „Die amerikanische Notenbank hat die Marktteilnehmer sorgfältig auf den Zins-Schritt vorbereitet.“ Zuletzt wäre eher ein weiteres Stillhalten der Fed überraschend gewesen und hätte das Risiko von Marktturbulenzen nach sich gezogen. Doch dürfe auch jetzt nicht übersehen werden, dass die amerikanische Geldpolitik weiterhin sehr expansiv ausgerichtet sei. „Daran wird sich auch im kommenden Jahr wenig ändern, selbst wenn die Fed im nächsten Jahr mit drei oder vier zusätzlichen Trippelschritten nach oben nachlegt“, so Kemmer weiter.

Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1250
kerstin.altendorf@bdb.de

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