13. Juli 2016

Kemmer: London bleibt trotz BREXIT wichtiger Finanzplatz

„Die deutschen Banken werden auch weiterhin eng mit dem Finanzplatz London verbunden bleiben“, erklärt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, heute in Frankfurt. Daran werde auch ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nichts ändern. Nach dem Referendum sei es nun wichtig, langanhaltenden wirtschaftlichen Schaden im Vereinigten Königreich und den verbleibenden EU-Staaten zu vermeiden. „Ein Rosenkrieg nutzt niemandem“, so Kemmer weiter.

Videoaufzeichnung der Veranstaltung - im Bild: Andreas Dombret, Vorstand Deutsche Bundesbank

Sollte die britische Regierung ihren Austritt erklären, müssen die Verhandlungen gründlich geführt werden. Dies werde kein einfacher Prozess, die Thematik sei komplex. „Je schneller wir Klarheit haben, desto besser für alle“, betont Kemmer. Dabei gelte es, die Interessen der deutschen Wirtschaft und des Finanzsektors sowie die vielfältigen Verflechtungen mit dem Vereinigten Königreich im Blick zu behalten.

Kemmer ist überzeugt, dass Frankfurt von einem BREXIT profitieren werde. In welchem Umfang hänge maßgeblich davon ab, wie attraktiv sich der Finanzstandort Deutschland präsentiere.

Über die Frage, was der BREXIT für die Banken bedeutet, diskutieren heute in der Reihe „Gespräche am Finanzplatz“: Andreas Dombret, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Ignazio Angeloni, Mitglied des Aufsichtsgremiums der EZB, Ronald Kent, Managing Director der British Bankers' Association, Sylvie Mathérat, Chief Regulatory Officer und Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, und Lutz Raettig, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley Bank.

 

Pressekontakt:

Thomas Schlüter

Pressesprecher

Telefon: +49 30 1663-1230

thomas.schlueter@bdb.de

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