14. Januar 2015

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes zu dem heutigen Schlussantrag des Generalanwaltes des EuGH

"Der Generalanwalt des EuGH hat heute erklärt, dass die EZB unter bestimmten Voraussetzungen Staatsanleihen von Euro-Staaten kaufen kann. Das heißt aber nicht, dass die EZB hiervon auch automatisch Gebrauch machen muss. Die zuletzt leicht negative Inflationsrate im Euro-Raum ist ausschließlich auf das Abrutschen der Ölpreise zurückzuführen. Ein Preisverfall auf breiter Front ist nicht feststellbar. Ohne Energiepreise liegt die Kerninflation seit über einem Jahr relativ stabil bei knapp 1 Prozent. Zudem dürfen die Risiken eines Aufkaufprogramms für Staatsanleihen nicht übersehen werden, nämlich die Gefahr von Preisblasen an den Vermögensmärkten und das Risiko, dass die wirtschaftspolitischen Reformanstrengungen im Euro-Raum zum Erliegen kommen. Die Kreditnachfrage wird gering bleiben, solange sich nicht das Investitionsklima in Europa verbessert. Hierfür sind wirtschaftlich Strukturreformen unverzichtbar."
 

 

Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Telefon: +49 30 1663-1230
thomas.schlueter@bdb.de
bankenverband.de/newsroom
 

Drucken/PDF

Cookie Einstellungen