12. März 2020

Peters sieht Maßnahmenpaket der europäischen Bankenaufsicht positiv

Bankenpräsident Hans-Walter Peters hat vor allem das heute beschlossene Maßnahmenpaket der europäischen Bankenaufsicht im Kampf gegen die Corona-Krise als positiv bezeichnet.

„Die Maßnahmen von EZB und Bankenaufsicht zeigen, wie groß die Herausforderungen für Banken und ihre Kunden sind. Die EZB garantiert mit den zusätzlichen langfristigen Refinanzierungskrediten weiterhin eine umfangreiche Liquiditätsversorgung der europäischen Banken“, so Peters.

Leider habe sich die EZB jedoch nicht dazu durchringen können, auch die Staffelzinsbedingungen zu verbessern. „Die Banken im Euroraum benötigen gerade jetzt jeden Euro ihrer Erträge, um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken und damit die Kreditvergabemöglichkeiten zu stützen“, sagte Peters. Es hätte den Banken geholfen, wenn sie vom negativen Einlagezins umfassend freigestellt worden wären. Hier sollte die EZB kurzfristig nachbessern.

 Ausdrücklich begrüßte der Bankenpräsident die heute angekündigten regulatorischen Änderungen. Peters: „Mit schnell wirkenden aufsichtlichen Maßnahmen wird den Banken ermöglicht, ihren Kunden bei Liquiditätsengpässen zu helfen. „Die Aufsichtsbehörde zeigt die für Krisenzeiten notwendige Flexibilität. So ist auch die Verschiebung des Stresstests naheliegend und sinnvoll.“

Allerdings könnten die Maßnahmen mit fortschreitender Belastung der Unternehmen zu kurz greifen. Daher sollten heute bereits weitergehende antizyklische Anpassungen vorbereitet werden.

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