PISA-Finanzwissen: Deutschland wieder nicht dabei

6. Dezember 2016

Zum wiederholten Mal hat sich Deutschland nicht an der PISA-Zusatzstudie der OECD zum Finanzwissen beteiligt. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Banken­verbandes, sieht dies mit Sorge: „Wir wissen, dass es um das Finanzwissen der deutschen Schülerinnen und Schüler nicht sonderlich gut bestellt ist“, so Kemmer. „Umso wichtiger wäre es gewesen, wenn Deutschland 2015 an der Zusatzstudie teilgenommen hätte. Wir müssen uns dem Thema Finanzbildung stellen und die Defizite offenlegen, damit sich die Situation verbessern kann.“

Kemmer bekräftigt: „Gerade in Deutschland wäre ein Impuls für die gesellschaftliche Debatte über eine bessere Wirtschafts- und Finanzbildung von Jugendlichen dringend nötig. Grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge gelten in der digitalen wie analogen Welt. Um junge Menschen fit für die digitale Gesellschaft zu machen, braucht es somit auch eine fundierte ökonomische Bildung.“

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Schülerinnen und Schüler bei der jetzt veröffentlichten PISA-Studie nur in Naturwissenschaft, Lesen und Mathematik geprüft wurden, nahmen 15 andere Länder auch im Bereich Finanzbildung an der Erhebung teil. Laut PISA-Rahmen­konzept mussten sich 15-jährige Schülerinnen und Schüler dabei u. a. mit Geld-Transaktionen, der Planung und dem Managen der eigenen Finanzen, dem Umgang mit Risiken sowie den Akteuren und ihren Rollen im Finanzbereich auseinandersetzen. Dabei ging es auch darum, Informationen zu Finanzthemen zu analysieren, zu bewerten und bei entsprechenden Entscheidungen anzuwenden. Schließlich bezogen sich die Fragen auf verschiedene Zusammen­hänge: Arbeit, Familie, Individuum oder Gesellschaft.

Pressekontakt:

Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

 

 

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