13. Juni 2017

Die PSD2 als Chance und Aufgabe – Informationsveranstaltung der Deutschen Kreditwirtschaft

Im Januar 2018 wird die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) in Kraft treten. Nach dem Wunsch der EU-Kommission soll diese den Wettbewerb zwischen Banken und Drittdiensten an der Kontoschnittstelle fördern und gleichzeitig die Sicherheit für den Kunden gewährleisten. Die PSD2 ist daher eines der Kernthemen der heutigen Informationsveranstaltung der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) im Berliner dbb Forum. Vertreter von Kreditwirtschaft, Handel und technischen Dienstleistern diskutieren mit Fachpublikum und Presse zu den bestehenden und zukünftigen Bezahllösungen der Banken und Sparkassen sowie den regulatorischen Rahmenbedingungen.

Die PSD2 definiert die Rahmenbedingungen für Zahlungsauslösung, Kontoinformation und Bezahlinstrumente auch durch Dritte. Ihre Novellierung wird ein neues Bank-Ökosystem ermöglichen und Banking über die nationalen Grenzen hinaus offener machen. Sie bietet Chancen, aber auch Herausforderungen für die deutschen Banken und Sparkassen. So können einerseits neue, institutsübergreifende Services für Kunden entwickelt werden, die bisher nicht möglich waren. Andererseits sieht die Richtlinie vor, dass die Kosten von Implementierung und Unterhalt der Infrastruktur zunächst allein von den Kreditinstituten getragen werden.

Die Besucher der Veranstaltung erhalten zudem einen Einblick in den aktuellen Stand der Umsetzung der PSD2, beispielhaft wird die Deutsche Bank eine PSD2-Schnittstelle auf Basis des von der Berlin-Group entwickelten Standards vorstellen.

Authentifikation gewinnt an Bedeutung
Mit Einführung der PSD2 erhalten Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste das Recht, beim kontoführenden Institut auf das Onlinebankingkonto der Bankkunden zuzugreifen. Die Kosten für den Datenzugriff sowie bei Betrugsfällen müssen die Kreditinstitute tragen. Die Authentifikation einer Zahlung bekommt damit eine besondere Bedeutung, muss doch sichergestellt sein, dass eine Person zur Zahlung berechtigt ist und diese auch durchführen will. Identifikation und Authentifikation müssen damit höchsten Anforderungen standhalten. Damit wird die Zwei-Faktor-Authentifikation zum Standard werden. Das bedeutet, dass immer zwei unterschiedliche und voneinander unabhängige Merkmale (Besitz, Wissen, Biometrie) bei der Authentifikation überprüft werden, um die Identität des Nutzers nachzuweisen. 

Status und Zukunft des Bezahlens
Weitere Themen der Veranstaltung sind die kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten auf Basis der girocard. Erste Praxiserfahrungen aus Sicht des Handels wird EDEKA Hessenring vorstellen. Das Unternehmen gehörte zu den ersten, die girocard kontaktlos im Rahmen von girocard city eingeführt hatten. Aber auch technische Innovationen spielen bei der Informationsveranstaltung der DK in Vorträgen und Diskussionen eine große Rolle. 

Die DK setzt bei neuen Bezahlverfahren ebenso wie bei Innovationen, auf eine enge Zusammenarbeit nicht nur mit Herstellern und technischen Dienstleistern, sondern insbesondere auch mit dem Handel. Nur in enger Abstimmung können Entwicklungen praxisnah vorgenommen werden und der Bedarf des Handels mit in die strategische Entwicklung der DK-Verfahren einfließen.

Ansprechpartner:

Melanie Schmergal
für die Deutsche Kreditwirtschaft
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V.
Tel.: +49 30 2021-1300

Dr. Kerstin Altendorf/Tanja Beller
Bundesverband deutscher Banken e. V.
Tel.: +49 30 1663-1250 / -1220

Dominik Lamminger
Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e. V.
Tel.: +49 30 8192-162

Stefan Marotzke
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.
Tel.: +49 30 20225-5110          

Dr. Helga Bender
Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.
Tel.: +49 30 20915-330

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