17. September 2013

Starker oder schwacher Euro?

Trotz mancher Skepsis bei seiner Einführung 1999 ist der Euro eine starke Währung geworden. Sein Außenwert hat seitdem deutlich zugelegt. So stieg der Wechselkurs zum US-Dollar um rund ein Viertel und zum Britischen Pfund sogar um 29 Prozent (Stand Anfang September 2013). Erhielt man im Jahr 1999 für einen Euro im Durchschnitt nur knapp 1,07 US-Dollar, so sind es derzeit über 1,30 US-Dollar. Noch stärker fiel die Aufwertung gegenüber dem Russischen Rubel und dem Südafrikanischen Rand aus (siehe Grafik). Der Kurs zum Rand hat sich rund verdoppelt.
     
Allerdings konnte der Euro nicht überall punkten. Gegenüber dem Australischen Dollar beispielsweise wertete er um 11 Prozent ab, gegenüber dem Kanadischen Dollar um 12 Prozent. Besonders kräftig fällt der Wertverlust zur Schweizer Währung aus. Hier ist eine Abwertung von aktuell 23 Prozent zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist allerdings weniger eine Schwäche des Euro als vielmehr eine Stärke des Schweizer Franken, der als klassische Fluchtwährung in Krisenzeiten gilt. Der Euro ist nach dem US-Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt.


Pressekontakt:
Tanja Beller
Pressesprecherin
Bundesverband deutscher Banken
Telefon +49 30 1663-1220

bankenverband.de/presse

Drucken/PDF

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.