17. Februar 2016

Stiftungsfonds – eine attraktive Anlage?

Stiften ist in. Bill Gates, Gründer von Microsoft, ist einer der prominentesten Wohltäter. Auch in Deutschland nimmt die Zahl gemeinnütziger Stiftungen zu. Viele Menschen wollen damit nicht nur zu Lebzeiten, sondern über ihren Tod hinaus Gutes tun, denn eine Stiftung ist „auf ewig“ angelegt. Damit sie ihren Zweck dauerhaft verwirklichen kann, muss eine Stiftung über ausreichendes Vermögen verfügen. Nach deutschem Recht dürfen außerdem grundsätzlich nur die Erträge aus dem Vermögen für den Stiftungszweck verwendet werden. Und hier beginnt das Problem: Historisch niedrige Zinsen führen zu wegbrechenden Erträgen. Sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen oder Pfandbriefe brachten früher Zinsen von fünf oder sechs Prozent und mehr. Heute liegt die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei etwa 0,3 Prozent, kürzerlaufende Staatspapiere kommen sogar auf eine Negativrendite! Mit Anleihen guter Bonität können Stiftungen also keine Erträge mehr erzielen. Spekulative Anlagen sind ihnen verwehrt, da das Kapital sicher angelegt werden muss. Was tun?

Um den Ansprüchen von Stiftungen nachzukommen, bieten immer mehr Fondsgesellschaften auf die Bedürfnisse von Stiftungen zugeschnittene Investmentfonds an. Im Prinzip handelt es sich dabei um Mischfonds, die einen Teil Aktien beimischen, da Aktien auf Dauer die höchsten Renditen bieten und durch ihre Dividendenzahlungen regelmäßig Erträge ausschütten können. Diese „Stiftungsfonds“ streben nach einem Kompromiss zwischen Kapitalsicherheit einerseits und attraktiven regelmäßigen Ausschüttungen andererseits. Bisher durchaus mit Erfolg.

Gut zu wissen: Auch private Anleger können Anteile an diesen „Stiftungsfonds“ als ganz normale Geldanlage bei diversen Fondsgesellschaften erwerben. Wie Anteile an Mischfonds oder Aktienfonds können sie jederzeit verkauft werden, manche gelten auch als mündelsicher. In Zeiten extrem magerer Zinsen können die meisten Stiftungsfonds für langfristig auf Sicherheit und regelmäßige Erträge ausgerichtete Sparer und Anleger interessant sein. Wichtig: Wie bei allen Fonds sollte man auf die Kosten achten, die offen ausgewiesen werden müssen.

 

Pressekontakt:
Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

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