25. April 2017

Teurer als gedacht: Nebenkosten beim Hauskauf

Wer sich jetzt den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchte, kann noch immer von beispiellos niedrigen Zinsen profitieren. Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung gibt es zu Effektivzinsen von unter zwei Prozent. Vor zehn Jahren lag der Zins noch bei über fünf Prozent.

Doch es sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Denn mit dem Bezahlen des Kaufpreises ist es beim Erwerb einer Immobilie nicht getan. Während die Zinsen gesunken sind, haben nicht nur die Immobilienpreise (besonders in den Ballungsgebieten) zugelegt, sondern auch die mit dem Kauf verbundenen Nebenkosten. Sie sind oft höher als zunächst gedacht: So ist inzwischen die Grunderwerbsteuer in einigen Bundesländern auf 6,5 Prozent gestiegen. Die Maklercourtage kann bis zu sieben Prozent erreichen. Rechnet man die Kosten für Notar und Grundbucheintrag dazu, sind Nebenkosten von etwa 15 Prozent möglich. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro bedeutet das zusätzliche Kosten von 45.000 Euro. Damit nicht genug: Kosten für den Umzug, für eventuell notwendige Renovierungen oder die neue Küche kommen noch hinzu.

Bauherren müssen daher ausreichende Eigenmittel bereithalten. Zumindest die Nebenkosten sollten mit Eigenkapital finanziert werden können. Und: Vor dem Kaufvertrag das Wunschobjekt genau unter die Lupe nehmen, denn es gilt „gekauft wie gesehen“. Spätere Schadenersatzansprüche gegen den früheren Besitzer sind oft nur schwer durchsetzbar. Tipp: Checkliste mit zusätzlichen Kosten aufstellen.

Pressekontakt:

Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

 

 

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