12. März 2018

Umfrage zum Weltverbrauchertag: Deutsche sind mit Verbraucherschutz zufrieden

Die Bundesbürger sind mit Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland im Großen und Ganzen zufrieden. 51 Prozent der Befragten schätzen den Verbraucherschutz als „hoch“ bzw. sogar „sehr hoch" ein und sehen ihre Interessen weitgehend geschützt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Bankenverband im Vorfeld des Weltverbrauchertages am 15. März veröffentlicht hat.

Trotz dieser positiven Einschätzung meinen Dreiviertel der Befragten, dass man als Verbraucher heutzutage bei Produktentscheidungen generell oft überfordert sei. Von sich selbst meinen dies allerdings deutlich weniger. Wenn es um Entscheidungen zu Finanzprodukten geht, fühlen sich immerhin rund 30 Prozent der Befragten überfordert.

Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, bewertet die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage positiv: „Es gibt in der Bevölkerung keine Alarmstimmung, wenn es um Verbraucherfragen geht und damit auch keinen Grund für Aktionismus. Handlungsbedarf besteht trotzdem: Banken und Politik sind in der Pflicht, Produkte und Informationen weiter zu vereinfachen und verständlich zu erklären.“ Oft seien es gerade die gesetzlichen Vorgaben, die zu noch mehr Papierbergen führen. „Wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, müssen jetzt alle bisherigen Maßnahmen zum finanziellen Verbraucherschutz auf den Prüfstand“, fordert Krautscheid.

„Es ist auch eine Daueraufgabe der Politik, für mehr Finanzbildung in den Schulen zu sorgen“, so Krautscheid weiter, „damit Verbraucher in der Lage sind, die Informationen rund um Produkte zu verstehen und einzuordnen.“ Laut Umfrage sagen nämlich viele selbstkritisch, dass sie sich über Produkte und Dienstleistungen vorab gar nicht ausreichend informieren würden.

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