Krautscheid zu den Richtlinienvorschlägen der EU-Kommission, die „digitale Wirtschaft“ zu besteuern

21. März 2018

„So richtig eine Initiative zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft auf europäischer Ebene ist, um Besteuerungsdefizite bei amerikanischen Internet-Konzernen zu beseitigen, so undurchdacht und mit beachtlichen Kollateralschäden für die europäische Wirtschaft verbunden sind die aktuellen Kommissionsvorschläge: Kommt die neue Steuer in der vorgesehenen Form, träfe sie auch und vor allem Unternehmen in der EU mit einer zusätzlichen Steuerlast – mit den entsprechenden negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort Europa und für Deutschland. Eine sachgerechte Besteuerung kann nur über eine internationale Lösung gefunden werden, bei denen die Erträge den Staaten zugeordnet werden, in denen die Wertschöpfung erfolgt. Das kann nur über die OECD geschehen. Es kommt nun auf die europäischen Staats- und Regierungschefs an, die Kommissions-Vorschläge in die richtigen Bahnen zu lenken.“

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