Kemmer zur aktuellen Diskussion um eine europäische Einlagensicherung

2. November 2015

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, zur aktuellen Diskussion einer EU-Einlagensicherung ohne Sparkassen und Volksbanken:

„Aktuelle Bestrebungen der EU Kommission, eine vergemeinschaftete Einlagensicherung als dritten Pfeiler der Bankenunion einzurichten, kommen aus unserer Sicht viel zu früh. Viele EU-Mitgliedsstaaten sind gerade erst dabei, die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung in nationales Recht einzubetten. Zum 3. Juli 2015 hätte die Umsetzung abgeschlossen sein sollen, doch bislang haben lediglich 14 der 28 EU-Staaten entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Bei allen weiteren Diskussionen um eine europäische Einlagensicherung muss zudem klar sein, dass hier nur ein europäisches Einlagensicherungssystem in Frage kommt, das für alle Kreditinstitute gleichermaßen gilt – auch für Sparkassen und Volksbanken. Eine Vergemeinschaftung von europäischen Bankrisiken, für die in Deutschland nur eine von drei Säulen des Bankensektors den Kopf hinhalten soll, werden wir nicht akzeptieren und mit allen Mitteln bekämpfen.“

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