Kontrolle des Kapitalverkehrs kein Allheilmittel

25. März 2015

Der deutsche Bankenverband (BdB) sieht kein Allheilmittel in Plänen von Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem, mit Kontrollen des Kapitalverkehrs den massiven Abfluss von Geld aus Griechenland stoppen zu wollen. Das sei nur eine "kurzfristige" Lösung, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).  Mehr denn je brauche Griechenland einen klaren wirtschaftspolitischen Reformkurs. Ohne ein überzeugendes Konzept, wie die neue Regierung die Wettbewerbsposition des Landes grundlegend verbessern will, würden auch Kontrollen des Kapitalverkehrs dem Land nicht wirklich helfen. Die neue griechische Regierung habe es in den ersten beiden Monaten ihrer Amtszeit versäumt, Vertrauen in eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage aufzubauen, kritisierte Kemmer. Als Folge hätten viele griechische Unternehmen und Bürger Kapital abgezogen.

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