Krautscheid: Großbritannien sollte Austrittsabkommen noch vor der Wahl ratifizieren

11. April 2019

Zum Beschluss des EU-Sondergipfels, Großbritannien beim Brexit einen Aufschub bis zum 31. Oktober 2019 einzuräumen, erklärte Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes:

„Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben in dieser schwierigen Situation verantwortungsvoll gehandelt. Wäre das Vereinigte Königreich auf die harte Tour aus der EU ausgeschieden, hätte das die zukünftige Zusammenarbeit erheblich erschwert. 
 
Die Europäische Union darf von Großbritannien nicht in Geiselhaft genommen werden. Für die deutschen Banken haben funktionierende europäische Institutionen Priorität. Wir brauchen eine schlagkräftige neue Kommission und ein handlungsfähiges Europäisches Parlament, um wichtige Projekte wie etwa den Europäischen Finanzbinnenmarkt voranzutreiben. Insofern ist es richtig, die Verlängerung bis zum 31. Oktober mit einer Teilnahme an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu verknüpfen. Eine Ratifizierung des Austrittsabkommens noch vor der Wahl wäre allerdings die bessere Lösung. Großbritannien sollte daher Gas geben und möglichst schnell eine entsprechende Lösung herbeiführen.“

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