Ossig: Italien und Europa – es geht nur zusammen

18. Juli 2018

„Es ist gut, dass sich die neue italienische Regierung seit ihrer Amtsübernahme merklich darum bemüht, die anfänglichen Irritationen abzubauen. Ein ‚Euro-Austritt‘ wird von vielen Regierungsmitgliedern ausgeschlossen und auch bei der Finanzierung der Maßnahmen des Koalitionsvertrags ist mehr Pragmatismus festzustellen“, betonte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Christian Ossig, mit Blick auf den heute stattfindenden Banken-Dialog „Quo vadis Italia? Europa, der Euro und die neue italienische Regierung“.

Bei der ersten Veranstaltung dieser Art sind heute Riccardo Barbieri, Chefvolkswirt des italienischen Wirtschafts- und Finanzministeriums, Lars Feld, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Universität Freiburg und Mitglied des Sachverständigenrates für Wirtschaftsfragen, sowie Giovanni Sabatini, Generaldirektor der Associazione Bancaria Italiana (ABI) und Vorsitzender des Executive Committee des Europäischen Bankenverbandes (EBF), beim Bankenverband zu Gast.

„Der Zusammenhalt in der Währungsunion lässt sich nicht erzwingen, sondern nur durch Überzeugungsarbeit vermitteln. Für das zentrale wirtschaftspolitische Problem in Italien, die strukturelle Wachstumsschwäche, gibt es keine einfachen, populistischen Lösungen. Die neue italienische Regierung sollte sich daher um ein umfassendes wirtschaftspolitisches Gesamtkonzept und eine glaubwürdige Reformagenda bemühen, die Italiens Wachstumsaussichten nachhaltig steigert. Die ersten Erfolge der zurückliegenden Reformen in Italien sollten nicht kleingeredet werden. Immerhin hat das Land sein Leistungsbilanzdefizit in den letzten drei Jahren in einen Überschuss gedreht – ein eindeutiger Beleg dafür, dass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit Italiens verbessert hat. Darauf sollte auch die neue Regierung aufbauen.“

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