Ombudsmann-Tätigkeitsbericht 2014

Stand: 27. Oktober 2015

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre… In diesem Fall hätte der Ombudsmann der privaten Banken im Jahre 2014 einen Rückgang der an ihn gerichteten Verbraucherbeschwerden von rund 13 % vermelden können. Damit wäre auch in Zahlen deutlich geworden, dass Instrumente des präventiven Verbraucherschutzes in der Praxis greifen. Doch diese erfreuliche Entwicklung geriet in den Hintergrund, als kurz vor Jahresende Eingaben zum laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelt in Verbraucherkreditverträgen buchstäblich körbeweise beim Ombudsmann eingingen. Zum Hintergrund: Mit Aufsehen erregenden Urteilen vom 13. Mai und 28. Oktober 2014 hat der Bundesgerichtshof das bis dahin von der Rechtsprechung anerkannte laufzeitunabhängige Bearbeitungsentgelt in Verbraucherdarlehensverträgen als unzulässig bewertet. Zugleich hat das Gericht über die Verjährung entschieden und geurteilt, dass Ansprüche auf Rückforderung des als unzulässig bewerteten Entgelts nicht gemäß der Regelverjährung in drei, sondern in zehn Jahren verjähren. Ansprüche aus bestimmten älteren Darlehensverträgen mussten bis zum 31. Dezember 2014 geltend gemacht werden, wodurch zusätzlicher Druck zur Geltendmachung von Ansprüchen bis zu diesem Zeitpunkt entstand. Viele Beschwerdeführer haben ersichtlich den Weg zum Ombudsmann vor allem deshalb gewählt, um die Verjährungshemmung zu erreichen. 

PDF

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.