Niedersachsen

Fördermaßnahmen / Kreditprogramme

  • Für kleine und mittlere Unternehmen wurde ein Kreditprogramm „Niedersachsen-Liquiditätskredit“ mit schnellen Liquiditätshilfen bei der Förderbank „NBank“ auferlegt.
  • Antragsberechtigt sind freiberuflich Tätige, Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.
  • Es sollen kurzfristig Kredite von 5.000 Euro bis zu 50.000 Euro pro Fall als Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stehen. 
  • Diese Liquiditätshilfe wird direkt von der NBank vergeben, weshalb dafür keine Sicherheiten erbracht werden müssen.
  • Der Finanzierungsanteil liegt bei bis zu 100 % der förderfähigen Kosten 
  • Die Darlehenslaufzeit beträgt 10 Jahre. 
  • Das Darlehen ist in den ersten zwei Jahren zinslos. Die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf dieses Zeitraumes ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten. 
  • Zwei Jahre sind tilgungsfrei. Eine vorzeitige ganz oder teilweise außerplanmäßige Tilgung ist während der Darlehenslaufzeit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich. 
  • Der Darlehensbetrag kann nur in seiner Gesamtsumme abgerufen werden. Die Auszahlung erfolgt zu 100 %. 
  • Die Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich. Dabei darf die Summe der öffentlichen Förderzusagen die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigen.

Sofortmaßnahme / Zuschussprogramm 

  • Das Land Niedersachsen hat im ersten Schritt sein bestehendes Programm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ als Zuschussprogramm für sechs  Monate (Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro) umgewidmet. Im zweiten Schritt hat das Land sich entschieden, dieses Programm ab dem 31. März 2020 mit dem Bundesinstrument „Corona-Soforthilfe“ zu verbinden und das Programm „Niedersachsen-Soforthilfe Corona“ aufzusetzen. Bundesmittel werden weitergegeben und können mit bestehenden Landesmitteln ergänzt werden. Das gilt insbesondere für die Erweiterung auf die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten. 
  • Für Kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, Soloselbstständige (auch Künstler und Kulturschaffende) und Angehörige der freien Berufe, einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion. 
  • Mit der Soforthilfe sollen Liquiditätsengpässe infolge der Corona-Krise aufgefangen werden. Die Zuschüsse sind gestaffelt: 
    • bis 5 Beschäftigte: 9.000 Euro aus dem Bundesprogramm,
    • bis 10 Beschäftigte: 15.000 Euro aus dem Bundesprogramm,
    • bis 30 Beschäftigte: 20.000 Euro aus dem Landesprogramm,
    • bis 49 Beschäftigte: 25.000 Euro aus dem Landesprogramm.
  • Diese Hilfen stehen auch Start-ups zur Verfügung, wenn diese jünger als 5 Jahre sind. Voraussetzung ist im Kern ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung. Für den speziellen Bedarf der Start-ups sind 5 Mio. Euro reserviert.

    Verfahren:

  • Link zum Antrag sowie hier 
  • Antragsverfahren: Der Antrag wird mit Formularen und Unterlagen per Email geschickt.
  • Prüfung des Antrags, Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses: Landesförderinstitut „NBank“. 

Weitere Hinweise: 

  • Die Soforthilfe kann nur gewährt werden, wenn die Ihrem Unternehmen gewährten Kleinbeihilfen einen Gesamtbetrag von 800.000 Euro nicht überschreiten.
  • Mehr zum Antragsverfahren 

Bürgschaften

  • Die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) übernimmt Bürgschaften bis zu 2,5 Mio. Euro, davon bis zu 240.000 Euro im Expressverfahren innerhalb weniger Tage. 
  • Die Bürgschaftsquote liegt bei 80 Prozent.
  • Darüber hinaus stehen Landesbürgschaften zur Verfügung.

Steuerliche Maßnahmen 

Umsetzung der Bundesmaßnahmen zur vereinfachten Stundung bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Herabsetzung von Vorauszahlungen der Gewerbesteuer.

  • Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 können auf Antrag im Einzelfall herabgesetzt werden, sofern der Unternehmer nachweislich und nicht unerheblich von der aktuellen Corona-Krise betroffen ist.

Ansprechpartner und Links:

  • Überblick und Details zu Corona-Maßnahmen
  • Ansprechpartner sind bei der Niedersächsischen Bürgschaftsbank (NBB): Lars Luther, stellvertretender Leiter Firmenkundenbetreuung, Tel.: 0511 / 33 70 5 0, sowie Carsten Bolle, Geschäftsführung, Tel.: 0511 / 33 70 5 0. 
  • Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Für Landesbürgschaften ist das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) als Mandatar des Landes Ansprechpartner. Es kümmern sich Mike Schwake (Telefon 0511 5357 5323, E-Mail) und Peter Koch (Telefon 0511 / 5357 5351, E-Mail). 
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