Nordrhein-Westfalen

Fördermaßnahmen / Kreditprogramme

Förderkredite

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote des Landesförderinstituts „NRW.BANK“ zur Verfügung.

  • Die „NRW.BANK“ hat die Bedingungen ihres Universalkredits weiterentwickelt und übernimmt nun bereits ab dem 1. Euro bis zu 80 Prozent (statt bisher 50 Prozent) des Risikos.
  • Weiterentwicklung bestehender Programme zur Gründungsfinanzierung. Die Wiederaufnahme des Programms „Mittelstand.Innovativ!“ befindet sich in der unmittelbaren Vorbereitung. Informationen dazu sind noch nicht bekannt.

Entschädigungen für Quarantäne-Maßnahmen:

  • Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot, z.B. Quarantäne, ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern erhalten.
  • Zu beantragen sind diese bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe.

Beteiligungskapital für Kleinunternehmen:

  • Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem „Mikromezzaninfonds“ des Landes NRW Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungs¬gesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. 
  • Die stille Beteiligung führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.
  • Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Sofortmaßnahme / Zuschussprogramm 

Das Land bietet mit dem Zuschussprogramm „NRW-Soforthilfe 2020“ Unternehmen eine Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie für den Erhalt von Arbeitsplätzen (Zur Reduzierung von Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld.) 

  • Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses für drei Monate (ab Datum der Antragstellung).
  • Die Soforthilfen stehen für Kleinunternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten zur Verfügung. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt:
    • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige sowie Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
    • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten.
  • Zur Voraussetzung zählen erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn
    • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen ist (d.h. sich das Volumen des Auftragsbestandes mehr als halbiert hat) oder
    • die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert sind; oder
    • die Möglichkeiten den Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie massiv eingeschränkt wurden, oder
    • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass) 

Verfahren:

  • Link zum Antrag
  • Antragsverfahren: Das Antragsverfahren ist ausschließlich medienbruchfrei digital durchführbar.
  • Inhaltliche Vorprüfung durch viele Wirtschaftsförderungsämter bzw. -gesellschaften der Städte und Kreise. Mitglieder der Kammern können auch dabei die Hilfe der IHK und HWK in Anspruch nehmen. Beratung leisten zudem die Kammern für die freien Berufe.
  • Prüfung des Antrags, Bewilligung und Auszahlung: Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster.

Weitere Hinweise: 

Mehr zum Antragsverfahren 

Bürgschaften

  • Bürgschaftslimit wird von 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen verdoppelt.
  • Erhöhte Bürgschaftsquote von 50% auf 90% für kleine und große Bürgschaftsprogramme (</> 2,5 Mio. Euro).
  • Gültigkeit ist vorerst an der Laufzeit des Temporary Framework der EU gekoppelt.
  • Beschleunigte Verfahren bis sieben Tage, für Expressbürgschaften bis 250.000 Euro binnen drei Tage.

Steuerliche Maßnahmen 

Umsetzung der Bundesmaßnahmen zur vereinfachten Stundung bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Herabsetzung von Vorauszahlungen der Gewerbesteuer.

  • Darüber hinaus Aussetzen der Sondervorauszahlungen für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer (Liquiditätsvorteil von rd. 4. Mrd. Euro im Haushaltsjahr 2020). 

Ansprechpartner und Links:

  • Überblick und Details zu Corona-Maßnahmen
  • Für Förderkredite: NRW.BANK-Service-Center 0211 / 91741 4800.
  • Für Mikromezzanin-Mittel: Tel. 02131 / 5107-200
  • Weitere Informationen finden Sie hier bzw. telefonisch unter 0211 61772-555 (täglich, auch am Wochenende, 8–18 Uhr)
  • Die Bürgschaftsbank NRW erreichen Sie unter der Telefonnummer 02131 / 5107200.
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