Indikatoren für systemisches Risiko

Januar 2020

Allgemeine Lage

Seit dem Sommer letzten Jahres tritt die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. Die Ursache der anhaltenden sehr schwachen konjunkturellen Grundtendenz liegt in erster Linie an der seit fünf Quartalen rückläufigen Entwicklung in der exportabhängigen Industrie. Demgegenüber zeigten sich die stärker binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren, gestützt auf die günstige Einkommensentwicklung, als widerstandsfähig. mehr

Risiken für Finanzstabilität in der EU bleiben niedrig

Die marktbasierten Indikatoren für systemischen Stress in der Europäischen Union (EU) blieben trotz der erheblichen geopolitischen und politischen Unsicherheiten relativ freundlich. Dies bedeutet andererseits jedoch auch, dass ein erhebliches Potenzial für eine Neubewertung von Risiken durch die Märkte besteht. mehr

Risiken für Finanzstabilität nehmen in Deutschland leicht zu

Die Kreditvergabe ist in Deutschland im 3. Quartal weiter zügig angestiegen. Gleichzeitig stagniert jedoch die deutsche Wirtschaft. Da insbesondere die Dynamik in der deutschen Industrie spürbar abgenommen hat, nahmen die Befürchtungen zu, dass die Kreditrisiken von Unternehmenskrediten ansteigen könnten. Dies könnte vor allem dann der Fall sein, wenn die höhere Kreditvergabe im Zusammenhang mit sich verschlechternden Geschäftsaussichten der Unternehmen korrelierte. Dies wäre für eine Rezessionsphase zwar nicht ungewöhnlich, jedoch fehlen dafür bislang die Belege. mehr

Ertragsschwäche der Banken setzt sich fort

Die anhaltende Schwäche des Wirtschaftswachstums und die negativen Zinsen gefährden weiterhin die Rentabilität vieler Banken in Europa. Ihre wirtschaftliche Lage bleibt damit schwierig. Dies findet auch in den Bewertungen am Aktienmarkt seinen Ausdruck, wo Bankaktien nach wie vor schlechter abschneiden als der Durchschnitt des Aktienmarktes. Die deutschen Spitzeninstitute liegen weiterhin am unteren Ende der Skala. mehr

Immobilienpreise tendieren weiter aufwärts

Die Preise für Wohnimmobilien sind in den meisten EU-Mitgliedstaaten weiter deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der EZB lag das Wachstum der Wohnimmobilienpreise in den meisten EU-Mitgliedstaaten im 2. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr weiterhin über 5%, nachdem auch die Preise in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen waren. In Anbetracht dieser Dynamik scheinen die Preise für Wohnimmobilien in mehreren EU-Mitgliedstaaten auf der Grundlage verschiedener Bewertungsmethoden überbewertet zu sein. mehr