Konjunkturprognose Herbst 2014

17. September 2014

„Die deutsche Wirtschaft hat in den letzten Monaten an Schwung verloren“, sagte Hans-Joachim Massenberg, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Banken­verbandes. „Zudem belasten die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten die Stimmung der Unternehmen. Vor allem bei den Investitionen zögern die Unternehmen wieder.“ Der Bankenverband hat daher seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr auf 1,5 Prozent reduziert (-0,3 Prozentpunkte). Für das kommende Jahr senkten die Volkswirte ihre Erwartungen von 2,0 Prozent auf 1,6 Prozent. Die Gefahr einer Rezession sieht der Bankenverband aber nicht. „Wichtige Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft bleiben sehr günstig, allen voran der Arbeitsmarkt und die Zinsen. Außerdem sollte der niedrige Euro-Kurs und die sehr guten Aussichten für die US-Konjunktur den deutschen Exporten wieder etwas Schub geben“, so Massenberg weiter.

Die Deflationsgefahr im Euro-Raum hält der Bankenverband für gering. „Es gibt im Moment keinen Beleg dafür, dass sinkende Preise zu Konsumzurückhaltung führen“, erklärte Massenberg. Stattdessen würden die Daten zum Konsumentenvertrauen in den Euro-Ländern darauf hindeuten, dass die niedrige Preissteigerung die reale Kaufkraft erhöht und den Konsum stützt.

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