Banken und Gesellschaft

Für die Gesellschaft

Banken zeigen Engagement: Mit Stiftungen, Spenden und einem nachhaltigen Unternehmenskonzept leisten wir einen Beitrag für die Gesellschaft. Dass sich Unternehmen sozial engagieren, hat eine lange Tradition.

So manches Phänomen ist älter als der Begriff, mit dem wir es bezeichnen. Das gilt zum Beispiel für Corporate Social Responsibility. Die gesellschaftliche Verantwortung und das soziale Engagement von Unternehmen haben ihre Wurzeln im Stiftungswesen. Und das blickt in Deutschland auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück.

Stiftungen in der Geschichte

Stiftungen sind seit dem 10. Jahrhundert beurkundet. Angehörige adliger Familien gründeten beispielsweise Klöster oder Krankenhäuser, um für ihr Seelenheil zu sorgen. Vom Hochmittelalter an folgten vermögende Bürger ihrem Vorbild. Zum Beispiel die Brüder Hans und Paul Berenberg. Die Gründer der gleichnamigen Privatbank engagierten sich bereits Ende des 16. Jahrhunderts in der Führung einer der ältesten karitativen Einrichtungen der Welt, der „Niederländischen Armen-Casse“. Diese gibt es heute noch.

Engagement der Banken

Die privaten deutschen Banken griffen die Stiftungsidee meist in den 1970er Jahren auf. Institute wie die Deutsche Bank und die Commerzbank begingen ihr 100-jähriges Jubiläum und gründeten aus diesem Anlass Stiftungen. Diese Form des Engagements ermöglicht es, der gesellschaftlichen Verantwortung über die Geschäftstätigkeiten hinaus gezielt nachzukommen.

Die Stiftungen privater Banken verfügen insgesamt über ein Vermögen von rund 390 Mio. €. Allein im Jahr 2010 haben sie mehr als 27 Mio. € an gemeinnützige Organisationen und andere Institutionen überwiesen.

Die Mittel kommen so unterschiedlichen Zwecken zugute wie der Förderung junger Künstler, der ökonomischen Bildung, der gesundheitlichen Aufklärung und dem Umweltschutz.

Spenden für Sport und Kunst

Eine weitere Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren, sind Spenden und Sponsoring. Wir Banken stellen Gelder beispielsweise für Sportwettbewerbe und Kunstausstellungen zur Verfügung oder unterstützen karitative Einrichtungen. Darüber hinaus sind unsere Mitarbeiter Teil des gesellschaftlichen Engagements, etwa indem sie Ehrenämter übernehmen.

Ökonomische Bildung verbessern

Die Tradition des gesellschaftlichen Engagements führen wir auf Verbandsebene fort. Im Fokus steht dabei die ökonomische Bildung: Der Bankenverband setzt sich dafür ein, dass das Thema in der Schule eine größere Rolle spielt. Denn nur wer schon als junger Mensch einen Grundstock an Wirtschafts- und Finanzwissen erwirbt, ist auf sein Berufsleben und die Lebenspraxis vorbereitet. Und in Finanzfragen können Bürgerinnen und Bürger nur die richtigen Entscheidungen treffen, wenn sie gut informiert sind.

Der Bankenverband hat deshalb vor mehr als 20 Jahren das Programm Schul|Bank aus der Taufe gehoben. Es dient dazu, Schülerinnen und Schülern grundlegende Kenntnisse über Wirtschaft und Finanzen zu vermitteln. Unter anderem erstellt Schul | Bank Materialien und einen Newsletter für Lehrkräfte.

Im Mittelpunkt stehen zwei Schülerwettbewerbe: das Unternehmensplanspiel SCHUL/BANKER sowie das Gemeinschaftsprojekt „Jugend und Wirtschaft“. Während die jugendlichen Teilnehmer bei SCHUL/BANKER eine virtuelle Bank leiten (siehe nächste Seite), verschafft „Jugend und Wirtschaft“ Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Artikel über ökonomische Themen zu publizieren. Ein Jahr lang lernen sie, wie Journalisten zu recherchieren und zu schreiben. Bisher haben 16.000 Jungen und Mädchen an diesem gemeinschaftlichen Projekt mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teilgenommen.

Teenager als Bankvorstand

Es ist ein Spiel und doch nah an der Realität: Mit SCHUL/BANKER lernen Jugendliche die Arbeit von Banken praxisnah kennen. In dem bundesweiten Planspiel leiten sie eine virtuelle Bank. Um das Finale in Potsdam zu erreichen, müssen sich die jungen Bankvorstände im Wettbewerb mit den anderen Geldhäusern erfolgreich behaupten und Verantwortung übernehmen. Seit 1998 haben sich mehr als 60.000 Jugendliche an SCHUL/BANKER beteiligt.

 

 

Nachhaltigkeit schafft Zukunft

Bei einigen Banken geht das Engagement über einzelne Projekte hinaus. Sie verfolgen einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz: Beispielsweise achten sie innerhalb des Unternehmens darauf, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Auch ist Nachhaltigkeit für einige Banken ein Kriterium bei der Vergabe von Krediten und der Auswahl von Geldanlagen.

Gemeinsam mehr erreichen

Der Bundesverband deutscher Banken unterstützt aktiv die Nachhaltigkeit bei wirtschaftlichen Aktivitäten im Sinne einer langfristig orientierten, an ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien ausgerichteten Unternehmensführung.

Der Themenkomplex der Nachhaltigkeit umfasst zahlreiche Themen und gewinnt ständig an Bedeutung. Die Bandbreite der Themen erstreckt sich von den Fragen der Finanzierung der Energiewende über das Nachhaltigkeits-Management in den Banken bis hin zur Kommentierung aktueller Initiativen zur Berichterstattung von Nachhaltigkeitsaspekten. Der Bankenverband ist hierzu im ständigen Austausch mit seinen Mitgliedern sowie den entsprechenden Ansprechpartnern aus seinem Netzwerk, um das Thema Nachhaltigkeit weiter voranzubringen.