Redner

Redner des 21. Deutschen Bankentages

Roland Boekhout
Vorsitzender des Vorstands der ING-DiBa AG

Roland Boekhout, geboren 1963, hat Betriebswirtschaftslehre an der Erasmus Universität in Rotterdam, Niederlande, studiert. Im Anschluss daran absolvierte er das General Management-Programm CEDEP an der INSEAD in Fontainebleau, Frankreich. Seine berufliche Laufbahn begann er 1988 bei Unilever in den Niederlanden. 1991 wechselte er zur ING Group und fing dort als Senior Credit Analyst bei der ING Bank an. Nach Stationen in New York, Warschau, Mexiko und den Niederlanden wurde er 2008 CEO von ING Commercial Banking für Mittel- und Osteuropa.

Seit dem 1. Oktober 2010 ist Roland Boekhout Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa in Deutschland. Er ist Vorstandsmitglied beim Bundesverband deutscher Banken und in der Deutsch-Niederländischen Handelskammer, er gehört zum Board of Directors der American Chamber of Commerce in Germany e.V. und ist Mitglied im Kuratorium des House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt und des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V.

Sir Christopher Clark
University of Cambridge

Sir Christopher Clark, geboren 1960 in Sydney, lehrt als Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharine's College in Cambridge. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte Preußens. Er ist Autor einer Biographie Wilhelms II., des letzten deutschen Kaisers. Für sein Buch »Preußen« erhielt er 2007 den renommierten Wolfson Prize sowie 2010 als erster nicht-deutschsprachiger Historiker den Preis des Historischen Kollegs. Sein letztes Buch „Die Schlafwandler“ (2013) führte wochenlang die deutsche Sachbuch-Bestseller-Liste an und war ein internationaler Bucherfolg.

John Cryan
Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Bank AG

John Cryan ist Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank. Vom 1. Juli 2015 bis zum Ablauf des 19. Mai 2016 übte er diese Funktion als Co-Vorstandsvorsitzender zusammen mit Jürgen Fitschen aus. John Cryan gehörte ab 2013 dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank an. Er war Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Mitglied des Risikoausschusses. Bei seinem Amtsantritt als Co-Vorstandsvorsitzender legte er sein Aufsichtsratsmandat nieder. Von 2012 bis 2014 war Cryan President for Europe der Temasek Holdings Pte. Ltd., dem Staatsfonds von Singapur.

Von 2008 bis 2011 war er Group Chief Financial Officer der UBS AG. Zuvor hatte er ab 1987 zahlreiche Funktionen im Corporate Finance-Geschäft sowie in der Kundenberatung der UBS und SG Warburg in London, München und Zürich inne. Zu Beginn seiner Karriere absolvierte John Cryan ein Trainee-Programm bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen in London. Er verfügt über einen Abschluss der University of Cambridge.

Jeroen Dijsselbloem
Präsident der Euro-Gr
uppe und Finanzminister der Niederlande

Jeroen Dijsselbloem wurde 1966 in Eindhoven geboren. Er hat einen Abschluss in Agrarökonomie von der Wageningen Universität (1991).

Dijsselbloem ist seit 1985 Mitglied der Niederländischen Arbeiterpartei (PvdA). Von 1992 bis 1996 war er für die Partei in Brüssel und Den Haag beschäftigt. Von 1996 bis 2000 war er im Ministerium für Landwirtschaft, Umweltmanagement und Fischerei tätig. Dijsselbloem war von 2000 bis 2012 Mitglied im niederländischen Abgeordnetenhaus. Er war Parteisprecher für Jugendhilfe, Bildung, Sonderpädagogik, Lehrerausbildung und für die staatliche Schulaufsicht. Von 2007 bis 2008 saß er dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Bildungsreform vor. Am 5. November 2012 wurde Jeroen Dijsselbloem zum niederländischen Finanzminister im Kabinett Rutte-Asscher ernannt, seit den Parlamentswahlen am 15. März 2017 bekleidet er das Amt weiter kommissarisch. Infolge dieser Wahlen wurde er am 23. März 2017 erneut Mitglied im Abgeordnetenhaus.

Am 21. Januar 2013 ernannte die Eurogruppe Herrn Dijsselbloem zu ihrem Präsidenten. Am 11. Februar 2013 wählte das Board of Governors des europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) Dijsselbloem zu ihrem Vorsitzenden.

Valdis Dombrovskis
Vizepräsident der Europäischen Kommission

Valdis Dombrovskis, geboren 1971 in Riga, ist Vize-Präsident der Europäischen Kommission, zuständig für den Euro und den sozialen Dialog, darüber hinaus für die Themen Finanzmarktstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion. Zuvor war er drei Amtszeiten in Folge lettischer Premierminister und damit der am längsten amtierende Regierungschef in der Geschichte des Landes. Bevor er zum Vize-Präsidenten der Europäischen Kommission ernannt wurde, war Dombrovskis 2014 zum zweiten Mal (nach 2004-2009) als Spitzenkandidat der lettischen EVP-Gruppe ins Europäische Parlament gewählt worden. In Lettland war er zwischen März 2004 und Juni 2004 sowie zwischen Januar 2014 und Juni 2014 Abgeordneter des nationalen Parlaments Saeima und von 2002 bis 2004 Finanzminister des Landes. Im November 2014 wurde Valdis Dombrovskis mit dem höchsten Orden Lettlands ausgezeichnet.

An der University of Latvia (Latvijas Universitāte) erwarb Valdis Dombrovskis 1993 einen ersten Abschluss in Physik, 1995 den Magister-Abschluss. Ebenfalls 1995 graduierte er im Fach Wirtschaft an der Riga University of Technology. Zwischen 1995 und 1998 arbeitete er zunächst als Forschungsassistent an der Universität Mainz, dann am Institut of Solid State Physics in Lettland und an der University of Maryland (USA). Vor seinem Einstieg in die Politik war Dombrovskis zwischen 1998 und 2002 als Senior Economist bei der lettischen Staatsbank beschäftigt.

Dr. Elke König
Exekutivdirektorin der Einheitlichen Abwicklungsbehörde (SRB)

Elke König ist als Exekutivdirektorin der SRB verantwortlich für die Leitung der Organisation, die Arbeit der Behörde, das Budget, Personal sowie die Exekutiv- und Plenarsitzungen der SRB. Der Chefsyndikus, der Bereich strategische Koordinierung und internationale Beziehungen, die Kommunikationsabteilung und die interne Revision berichten direkt an sie. Zwischen 2012 und 2015 war sie Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Nach Abschluss ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre und ihrer Promotion arbeitete König mehrere Jahre für Unternehmen im Finanz- und Versicherungswesen. Zwischen 1980 und 1990 war sie als Wirtschaftsprüfer und Berater von Versicherungsunternehmen bei der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft in Köln beschäftigt, wo sie 1986 zur Prokuristin und 1988 zur Direktorin und Partnerin aufstieg. Von 1990 bis 2002 leitete König als Direktionsmitglied die Bereiche Rechnungswesen und Controlling bei der Münchener-Rück-Gruppe, ehe sie 2002 Finanzvorstand der Hannover Rückversicherung AG wurde.

Zwischen 2010 und Ende 2011 war sie Mitglied des in London ansässigen International Accounting Standards Board (IASB). Frau König war auch Mitglied des Aufsichtsgremiums des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM). Gegenwärtig ist sie Vorsitzende der Resolution Steering Group des Financial Stability Board.

Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen
Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des Center for Financial Studies (CFS) sowie des Forschungszentrum SAFE

Jan Pieter Krahnen, geboren 1954 in Wuppertal, studierte nach Wehrdienst und einer Bankausbildung bei der BHF-Bank Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt. Zwischen 1980 und 1989 arbeitete er zunächst als Forschungsassistent, nach der Promotion als Hochschulassistent an der Freien Universität Berlin. Nach Anstellungen an verschiedenen Universitäten nahm Krahnen 1995 einen Ruf an die Goethe-Universität Frankfurt an. Zeitgleich wurde er Direktor des Center for Financial Studies. Im Bereich der Politikberatung wurde Krahnen Anfang 2012 von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in die sog. „Liikanen-Kommission“ zur Reform des europäischen Bankensektors berufen, die im Oktober 2012 ihren Bericht vorlegte.

Von 2008 bis 2012 war er Mitglied der Regierungskommission für eine neue Finanzarchitektur, der sog. „Issing-Kommission“. Krahnen ist seit 2010 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministeriums und war 2011-2015 Mitglied der „Group of Economic Advisors“ bei der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA in Paris.

Prof. Dr. Norbert Lammert MdB,
Präsident des Deutschen Bundestags

Prof. Dr. Norbert Lammert, geboren 1948 in Bochum, studierte Politikwissenschaft, Soziologie, Neuere Geschichte und Sozialökonomie an den Universitäten Bochum und Oxford. Er trat 1966 in die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ein und ist seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Verlauf seiner politischen Karriere war Lammert Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, beim Bundesminister für Wirtschaft sowie beim Bundesminister für Verkehr. Seit 2005 ist er Präsident des Deutschen Bundestags.

Friedrich Merz
Chairman BlackRock Germany

Friedrich Merz ist seit 2016 Chairman des Aufsichtsrats der BlackRock Asset Management Deutschland AG. Zudem steht er dem Unternehmen als Senior Advisor zur Verfügung und unterstützt die Beziehungen zu  wichtigen Kunden, Behörden und Regierungsstellen in Deutschland. In dieser Funktion arbeitet er eng mit dem deutschen Managementteam zusammen. Friedrich Merz trat 2005 als Partner der Anwaltskanzlei Mayer Brown LLP bei, seit 2014 ist er Senior Counsel der Kanzlei. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrates der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und Vorsitzender des Aufsichtsrates der WEPA Industrieholding SE. Des Weiteren ist Friedrich Merz Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V., einem Verein, der 1952 mit dem Ziel gegründet wurde, die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland zu festigen und zu stärken.

Zwischen 1994 und 2009 hatte Merz verschiedene politische Ämter inne, darunter als Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied des Deutschen Bundestags, von 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion und von 1998 bis 2000 sowie von 2002 bis 2004 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Friedrich Merz hat Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn studiert und begann seine berufliche Laufbahn 1985 als Richter am Amtsgericht Saarbrücken.

Dr. Hans-Walter Peters
Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.

Dr. Hans-Walter Peters, geboren 1955 in Soltau, studierte Volkswirtschaft und Statistik an der Universität Dortmund und promovierte in Kiel. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über Dresdner Bank, DG Bank und Frankfurter Volksbank zu Berenberg. Er wurde 2009 Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter und verfügt über 26,1 Prozent der Stimmrechte. Seit April 2016 ist er Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken.

Dr. Wolfgang Schäuble MdB,
Bundesminister der Finanzen der Bundesrepublik Deutschland

Dr. Wolfgang Schäuble, geboren 1942 in Freiburg, studierte Rechts- und Wirtschafts­wissenschaften an den Universitäten Freiburg und Hamburg. Er wurde 1965 Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) und ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. Schäuble war im Verlauf seiner politischen Karriere Bundes­minister für besondere Aufgaben und Chef des Kanzleramtes sowie Bundesminister des Innern und ist seit 2009 Bundesminister der Finanzen. Darüber hinaus ist er seit 2000 Mitglied des Präsidiums der CDU Deutschlands.

Prof. Dr. Isabel Schnabel
Professorin für Finanzmarktökonomie

Isabel Schnabel wurde am 9. August 1971 in Dortmund geboren. Sie studierte Volkswirtschaftslehre in Mannheim und absolvierte mehrere Auslandsaufenthalte in Paris, Sankt Petersburg, London und in den USA (unter anderem an der Harvard University und beim IWF). Nach der Promotion an der Universität Mannheim arbeitete sie am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn und ist dort heute Forschungsprofessorin. Von 2007 bis 2015 war sie Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Financial Economics, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2014 wurde sie Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ist zudem Mitglied im Verwaltungsrat und Fachbeirat der Aufsichtsbehörde BaFin sowie im wissenschaftlichen Beirat des European Systemic Risk Board (ESRB).

Seit Dezember 2015 lehrt und forscht sie als Professorin für Finanzmarktökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind insbesondere Finanzmarktstabilität, Bankenregulierung und Internationale Kapitalströme.

Dr. Jens Weidmann
Präsident der Deutschen Bundesbank

Dr. Jens Weidmann, geboren 1968 in Solingen, studierte Volkwirtschaftslehre in Aix-en-Provence und Bonn, wo er auch promovierte. Er arbeitete beim Internationalen Währungsfonds in Washington D.C. und war Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nach einer ersten Station bei der Deutschen Bundesbank wurde er 2006 Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Finanzpolitik im Bundeskanzleramt. Seit Mai 2011 ist Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats sowie seit November 2015 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Martin Zielke
Vorsitzender des Vorstands der Commerzbank AG

Martin Zielke, geboren am 17. Januar 1963, absolvierte nach seiner Banklehre ein Betriebswirtschafts­studium an der Universität Göttingen, das er 1990 mit dem Diplom abschloss. Nach Stationen bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank kam er 2002 zur Commerzbank, wo er zunächst als Konzernleiter das Privatkundengeschäft und später das Corporate Banking verantwortete. 2006 wurde er Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer der Eurohypo AG; von dort wechselte er 2008 wieder zur Commerzbank AG. Nach zwei Jahren als Bereichsvorstand Group Finance wurde er im November 2010 in den Vorstand berufen wo er zunächst für das Segment Privatkunden verantwortlich war. Seit Mai 2016 ist er Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

Herr Zielke ist verheiratet und hat zwei Töchter.

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