Bye-bye 500er

Bye-bye 500er

18.04.2019

Übrigens: Die 500-Euro-Banknote macht gerade mal 2,3 Prozent des gesamten Geldumlaufs in der Eurozone aus. Damit ist der lilafarbene Schein die zweitseltenste Euro-Banknote nach dem 200er (1,1 Prozent). Fast die Hälfte unseres umlaufenden Geldes besteht aus 50-Euro-Scheinen (46,2 Prozent).

Die Geschichte des lila Scheins

Seit 2002 werden die Eurobanknoten gemeinsam von den nationalen Zentralbanken produziert. Die jährlich produzierte Menge an Banknoten muss ausreichen, um unerwartete Nachfrageschwankungen abzudecken oder auch um nicht mehr umlauffähige, beispielsweise beschädigte Banknoten zu ersetzen. Die Prognosen der nationalen Zentralbanken und der EZB dienen als Grundlage, die Produktionsmenge zu bestimmen.

Der 500er ging 2004 zum ersten Mal mit einer Auflage von 104 Millionen Banknoten in Produktion. Insgesamt wurde die Produktion des Scheins sieben Mal von den nationalen Zentralbanken aus Deutschland, Österreich und Luxemburg in Auftrag gegeben.

Hätten Sie es gewusst? Bereits vor fünf Jahren, also 2014, wurde die 500-Euro-Banknote mit einer Auflage von 85 Millionen letztmalig gedruckt.

Wertvoller Abschied

Wichtig: Alle 500-Euro-Banknoten sind nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel und behalten ihren Wert – zeitlich unbegrenzt. Doch Händler können die Annahme des Scheins verweigern, sofern nicht genügend Wechselgeld vorrätig ist oder der Preis der gekauften Ware in einem Missverhältnis steht.

Die 500er-Scheine werden sukzessive eingezogen und durch andere Scheine mit kleinerem Nennwert ersetzt. Aussortierte Banknoten werden geschreddert, bis sie nicht mehr zusammensetzbar sind, und anschließend entsorgt.

Das Schwere zum Schluss

Die EZB begründete die Abschaffung der 500er mit ihrer Verwendung bei illegalen Aktivitäten. Hohe Bargeldsummen sollen künftig nicht mehr so einfach aufbewahrt oder transportiert werden können. Auf diese Weise will man Geldwäsche, Schwarzarbeit und Terrorfinanzierung erschweren. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! 10 Millionen Euro in 500-Euro-Scheinen wiegen beispielsweise gerade mal 22 kg. Die gleiche Summe in 100-Euro-Scheinen aber über 100 kg!

Und nun, auch wenn es manch einem schwer fällt: Bye-bye 500er!

Aus welchen Materialien bestehen unsere Euroscheine? Lesen Sie jetzt mehr über Banknoten.

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Kontakt

Diana Reetz

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Assistant, Themengruppe Media Relations, TG Digitale Inhalte und Kanäle

Tel. +49 30 1663 1203

diana.reetz@bdb.de

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