Digitalisierungsstudie: Positive Jobbilanz!

Digitalisierungsstudie: Positive Jobbilanz!

Arbeitswelt

Unsere Arbeitswelt wandelt sich radikal. Laut einer neuen Studie werden bis 2025 Millionen Jobs infolge Digitalisierung und Automatisierung wegfallen - aber noch mehr neue entstehen. Deutsche Unternehmen sind offen gegenüber neuen Technologien.

Die Frage, inwieweit Digitalisierung und Automatisierung Arbeitsplätze gefährden, wird seit Jahren heiß diskutiert. Dabei kommen verschiedene Studien immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Konsens unter ihnen aber ist, dass sich Arbeitswelt und Gesellschaft radikal verändern werden. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat nun den Bericht „The Future of Jobs" veröffentlicht, dem eine Arbeitgeberumfrage zugrunde liegt.  Dafür wurden Top-Manager und Personalchefs von mehr als 300 Unternehmen weltweit befragt, die zusammengenommen mehr als 15 Millionen Arbeitnehmer in 20 Industrie- und Schwellenländern repräsentieren. Auf den Punkt gebracht, kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass bis 2022 weltweit rund 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen beziehungsweise durch Maschinen ersetzt werden könnten. Zugleich sollen laut der Studie 133 Millionen neue Stellen geschaffen werden, für die allerdings teilweise ganz neue Fachkenntnisse nötig sein werden.

Technologien in Deutschland

Und wie schaut es in Deutschland aus? Auch hierzulande tut sich offenbar etwas. So wollen knapp 85 Prozent der hiesigen Unternehmen ihre Arbeit in den nächsten fünf Jahren automatisieren. 83 Prozent wollen dazu neues, qualifiziertes Personal einstellen. Gefragt nach den Technologien, die sie bis 2022 einsetzen wollen, geben 91 Prozent große Datenanalysen an – damit ist die Bundesrepublik einer der Spitzenreiter und liegt knapp vor China, Japan, den USA und Indien. Zwei weitere viel genutzte Technologien in Deutschland sollen der App-Markt mit 84 Prozent sowie die Entwicklung von intelligenten Maschinen mit 79 Prozent werden. Am wenigsten planen deutsche Unternehmen mit Biotechnik (30 Prozent), menschenähnlichen Robotern (28 Prozent) sowie Unterwasser-Robotern (22 Prozent).

Doch der schnelle Fortschritt der Technologien benötigt auch Menschen, die die Maschinen bedienen und entwickeln können. Weltweit werden sich in den nächsten fünf Jahren laut Studie im Schnitt 42 Prozent der Anforderungen an die Beschäftigten ändern. Neben den üblichen Jobvoraussetzungen sollte ein Arbeitnehmer in Zukunft auch programmieren und mit Robotern umgehen können. Naturgemäß werden die Veränderungen in einigen Branchen größer sein, in anderen kleiner.

Drucken/PDF

Ähnliche Beiträge

Wo es in Europa besonders teuer ist…

Wirtschaft im Unterricht

08. Juli 2019

Wo es in Europa besonders teuer ist…

Lebenshaltungskosten

[zum Artikel]
Wo es in Europa besonders teuer ist…
US-Konzerne bauen Vorsprung aus

Wirtschaft im Unterricht

08. Juli 2019

US-Konzerne bauen Vorsprung aus

Unternehmen

[zum Artikel]
US-Konzerne bauen Vorsprung aus
Der Osten hinkt hinterher

Wirtschaft im Unterricht

08. Juli 2019

Der Osten hinkt hinterher

Wachstum und Wohlstand

[zum Artikel]
Der Osten hinkt hinterher

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.