Ostern: 7 Wirtschaftsfakten zu den (F)Eiertagen

Ostern: 7 Wirtschaftsfakten zu den (F)Eiertagen

Finanzen im Alltag

Bald ist Ostern und damit das Ende der Fastenzeit – Hochsaison für Süßwarenhersteller: Fast eine halbe Milliarde Euro geben die Deutschen für Schoko-Hasen, -Eier und Co. aus. Was hierzulande die beliebteste Nascherei ist – und ob es stimmt, dass Schoko-Hasen nur neu verpackte Nikoläuse sind, verraten wir Ihnen im Verbraucher-Magazin.

Bald ist Ostern: Die wichtigsten Feiertage des Jahres für gläubige Christen sind auch für die deutsche Wirtschaft zentral. Wir zeigen Ihnen anhand von sieben Beispielen, welchen Einfluss die Zeit zwischen Gründonnerstag (dieses Jahr am 29. März) und Ostermontag (2. April) auf die Ökonomie hat.

Ei beliebter als Hase

1.  Das Ende der Fastenwochen bedeutet für viele Deutsche zugleich den Beginn der Naschzeit: Zu Ostern lassen es sich die Bundesbürger schmecken – und bescheren damit der Süßwarenindustrie jedes Jahr die zweithöchsten Umsätze (nur an Weihnachten verputzen wir noch mehr). 464 Millionen Euro gingen 2017 für Osterhasen, -eier und andere Leckereien drauf. 

2. Das Schokoei ist die beliebteste Nascherei. Fast 40 Prozent des Geldes fließen in die bunten Kakaoprodukte. Der Osterhase folgt erst auf Platz zwei der Beliebtheitsskala.

3. Dennoch produzieren deutsche Unternehmen Jahr für Jahr deutlich mehr Osterhasen als Schoko-Weihnachtsmänner. Laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) waren es im Jahr 2017 202 Millionen Schoko-Osterhasen gegenüber 143 Millionen Nikoläusen und Weihnachtsmännern. Etwas mehr als die Hälfte Großteil der süßen Mümmler verkaufen sich im Inland.

4. Auch an Ostern schenken die Deutschen gerne und großzügig. Knapp 38 Euro gibt ein Erwachsener im Durchschnitt für Ostergeschenke aus. Am großzügigsten sind übrigens die Menschen in Sachsen-Anhalt. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Online-Coupon-Anbieters RetailMeNot. Besonders kreativ sind die meisten Bundesbürger dabei allerdings nicht: Fast 80 Prozent verschenken – Überraschung – Süßigkeiten, so eine YouGov-Umfrage.

5. So sehr Feiertage den Umsatz ankurbeln, sind sie andererseits auch ein Bremser des Bruttosozialprodukts: Laut Institut der Deutschen Wirtschaft beträgt die Wertschöpfung an einem normalen Arbeitstag mehr als 10 Milliarden Euro. Jeder Feiertag mehr pro Jahr sorgt dafür, dass die Jahres-Wirtschaftsleistung um bis zu 0,1 Prozent geringer ausfällt. Wie gut, dass Ostermontag und Karfreitag immer frei sind und damit die Statistik nicht verzerren... 

Erster Boom für die Reisebranche

6. Da rund um die Osterfeiertage in den meisten Bundesländern zwei Wochen Schulferien sind, nutzen viele Deutsche dies für den ersten größeren Urlaub des Jahres. Das hat seinen Preis: Flüge an Ostern können bis zu 20 Prozent mehr kosten als ein oder zwei Wochen später. Das beliebteste Auslandsreiseziel der Bundesbürger ist Spanien, gefolgt von Italien und Österreich.

7. Übrigens: Dass Schoko-Hasen nur neu verpackte oder gar eingeschmolzene Weihnachtsmänner sind, sei ein Gerücht, stellt der BDSI klar. Stattdessen würden überzählige Schokoladen-Leckereien günstig weiterverkauft oder an gemeinnützige Organisationen gespendet.

 

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