Scholz und Schüler

Olaf Scholz: „Machen Sie damit weiter!“ Finanzminister ehrt die Preisträger von „Jugend und Wirtschaft“

Preisverleihung

18.09.2020

„Mit der Teilnahme an diesem Projekt haben Sie bewiesen: Sie wollen mitdenken, mitreden, mitgestalten. Machen Sie damit weiter!“ Mit diesen Worten lobte und motivierte gestern ein gut gelaunter und aufgeräumt wirkender Olaf Scholz die jugendlichen Preisträgerinnen und Preisträger des Schülerwettbewerbs „Jugend und Wirtschaft“, dem gemeinsamen Projekt des Bankenverbands und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Auch wenn die „Geburtstagsfeier“ anlässlich des 20. Jubiläums des Schülerwettbewerbs beim Bankenverband in Berlin unter Corona-Bedingungen nur im Kreis der Preisträger, der begleitenden Lehrkräfte und der Veranstalter stattfinden konnte, ließ es sich der Bundesfinanzminister, Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat nicht nehmen, persönlich die Festrede zu halten. Er betonte: Eine junge, neugierige und engagierte Generation werde gebraucht, wenn neue Ideen entstehen sollen. Und die müssten dringend entstehen. Zwar habe die Industrialisierung Deutschland und der Welt viel Wohlstand gebracht, das sei aber nur möglich gewesen, weil fossile Energieträger extensiv genutzt wurden. Wenn der Klimawandel gestoppt werden und Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral aufgestellt sein solle, müsse es ganz neue Konzepte geben. „Gerade in der Krise wird Zukunft gestaltet!“, rief er den Jugendlichen zu. Die technologische Entwicklung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz sei ein weiteres Beispiel: „Hier brauchen wir eine Revolution“, sagte Scholz, wenn wir beim „Internet der Dinge“ vorne und als Industrieland weiter erfolgreich sein wollen.

Wirtschaftsverständnis wichtiger denn je

Der Minister lobte die Schülerinnen und Schüler, dass sie sich im Rahmen des Zeitungsprojekts intensiv mit Wirtschaft, Unternehmensbilanzen, innovativen Geschäftsideen und Nachhaltigkeitsfragen beschäftigt haben. „Das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge ist wichtig, um sich in der heutigen Zeit zurechtzufinden. Die Initiative ‚Jugend und Wirtschaft‘, so Scholz, leistet dazu einen guten Beitrag, weil sich Schülerinnen und Schüler dieses Verständnis damit erarbeiten.“

In der Tat liegt genau darin der Kern des Projekts: Schülerinnen und Schüler arbeiten ein ganzes Schuljahr im Unterricht mit dem Wirtschaftsteil der F.A.Z., recherchieren selbst ökonomische Themen und schreiben Artikel darüber, die regelmäßig in der Zeitung sowie digital auf faz.net veröffentlicht werden. So haben auch in diesem Jahr 961 Schülerinnen und Schüler von 54 Schulen an dem Projekt teilgenommen.

Bankenpräsident Hans-Walter Peters und F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger zeichneten die Preisträger aus. Peters dankte den Jugendlichen und ihren Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement: „Ich freue mich, dass sie Finanzbildung so ernst nehmen. Für die privaten Banken ist und bleibt es ein zentrales Thema, denn unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die für Finanzthemen brennen“, so Peters.  

Tolle Preise für Schülerreporter und Schulen

Als Autoren der besten Artikel wurden Amelie Müller vom Parler Gymnasium in Schwäbisch Gmünd, Noah Akuscheska vom Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt und Jason Klassen vom Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal geehrt. Sie erhielten für ihre Leistungen nebst Urkunde ein iPad sowie ein digitales F.A.Z.-Jahresabo. Schulpreise, die mit jeweils 2.500 Euro dotiert sind, bekamen das Max-Planck-Gymnasium in Lahr, die Max-Planck-Schule in Kiel und das Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal.

2000-09-17 - Preisverleihung Jugend und Wirtschaft

Von der Qualität der Schülerartikel kann sich jeder Interessierte regelmäßig auf der F.A.Z.-Sonderseite ‚Jugend und Wirtschaft‘ überzeugen, die 16 Mal im Jahr erscheint. Die Schülertexte handeln oft von ungewöhnlichen Produkten, Unternehmen und Branchen, über die sonst kaum berichtet wird. Nicht selten werden in den Beiträgen Nischenanbieter vorgestellt, die auch international erfolgreich sind oder aber auch Unternehmen, die Probleme haben, sich dem Strukturwandel anzupassen. Alle Beiträge zeigen, dass sich die jungen Reporter bei ihrer Recherche intensiv mit ihrem Thema auseinandergesetzt haben. Und beim Lesen spürt man, wie F.A.Z.-Herausgeber Braunberger feststellte, dass es den Schülerinnen und Schülern Spaß gemacht hat, diese Artikel zu schreiben.

20 Jahre „Jugend und Wirtschaft“ – das heißt: jährlich an die 1.000 Schülerinnen und Schülern aus rund 60 Schulen; insgesamt bislang über 24.000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die 1.209 Artikel auf 289 Sonderseiten in der F.A.Z. veröffentlicht haben. Darauf können alle Beteiligten, vor allem aber die erfolgreichen „JuWi-Schülerreporter“ mächtig stolz sein.

Die Preisverleihung wurde per-Live-Stream übertragen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann auf der Website des Bankenverbands aufgerufen werden.

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Kontakt

Christian Jung

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Director

Tel. +49 30 1663 1294

christian.jung@bdb.de

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