Stellungnahme ZKA zu den CEBS Vorschlägen zur Behandlung von Risikokonzentrationen

31. März 2010

Die in Tz. 6 vorgenommene Unterscheidung zwischen intra-risk und inter-risk ist keineswegs künstlich, sondern resultiert aus der faktischen Entwicklung im Finanzsektor. Traditionell haben sich zunächst Modelle zur Risikomessung innerhalb einzelner Risikoarten herausgebildet, die mittlerweile einen sehr hohen Entwicklungsstand aufweisen. Wir stimmen darin überein, dass auch Wirkungszusammenhänge zwischen Positionen in unterschiedlichen Risikoarten abgebildet werden müssen. Modelltheoretische Ansätze weisen hier allerdings keinen vergleichbaren Industriestandard auf, vielmehr befindet sich die praktische Anwendung noch in den Anfängen.

Für viele Institute wird sich daher die risikoartenübergreifende Analyse von Risikokonzentrationen primär im Rahmen der Stressverfahren bzw. Szenarioanalysen abspielen müssen. Die Anforderung hinsichtlich eines vollständig integrierten Ansatzes zur Messung und Steuerung von Risikokonzentrationen - wie in CP 31 implizit gefordert - führt zu erheblichem Aufwand, dem kein Nutzen gegenüber steht. Außerdem verweisen wir auf das mit den inter-risk-Integrationsansätzen einhergehende Modellrisiko.

In diesem Zusammenhang wird bereits aus dem Wortlaut des Konsultationspapiers erkennbar, dass es sich bei Konzentrationsrisiken nicht um eine eigene Risikoart handelt, sondern vielmehr um Risikokonzentrationen, die aus Positionen innerhalb einer Risikoart, aber auch aus potenziellen Wirkungszusammenhängen zwischen Positionen in unterschiedlichen originären Risikoarten resultieren können. In der betriebswirtschaftlichen Betrachtung möglicher Auswirkungen dieser Wirkungszusammenhänge zwischen diesen Positionen liegt unseres Erachtens die Herausforderung für die Institute. […]

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