Stellungnahme DK zum Konsultationspapier der EBA „On Disclosure for the Leverage Ratio under Article 451 (2) of Regulation (EU) No 575/2013 (Capital Requirements Regulation – CRR)“ EBA/CP/2013/41

24. Januar 2014

Grundsätzlich stehen wir der Leverage Ratio wegen ihrer stark eingeschränkten Aussagekraft über die Stabilität von Kreditinstituten ablehnend gegenüber. Insoweit scheint uns auch eine weitere Spezifizierung der Regelungen zur Veröffentlichung der Leverage Ratio wenig geeignet, um die Aussagekraft zu erhöhen. Dennoch seien im Folgenden zunächst allgemeine Anmerkungen gegeben, bevor in Teil II auf einzelne Templates eingegangen wird.

Der Baseler Vorschlag zur überarbeiteten Definition der Leverage Ratio, auf den sich auch das vorliegende Konsultationspapier zur Veröffentlichung der Leverage-Ratio neben der CRR bezieht, führt vor allem zu einer sehr deutlichen Erhöhung der Exposure-Messgröße (Nenner der Leverage Ratio) und führt damit unter sonst gleichen Bedingungen zu einem erheblichen Kapitalbedarf im internationalen Finanzsystem, ohne dass das ökonomische Risiko der durchgeführten On- und Off-balance-sheet-Geschäfte Berücksichtigung findet. Der von der EBA gewählte Ansatz einer risikounabhängigen Kapitalberechnung ist nach unserer Einschätzung zudem sehr problematisch.

Damit verbunden muss im Rahmen der Kalibrierung sichergestellt werden, dass die Leverage Ratio entsprechend des Beschlusses des Baseler Ausschusses als „Backstop-Kennziffer“ erhalten bleibt. Weder die Gleichstellung zwischen Leverage Ratio („equal-footing“), noch das Dominieren der risikobasierten Normen (Leverage Ratio als Front-Stop) entspricht der Beschlusslage des Baseler Ausschusses. Dies sollte nicht durch eine erheblich verschärfte Definition der Leverage Ratio konterkariert werden. […]

Im Blickpunkt

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