29. Oktober 2014

Bankenverband begrüßt internationales Steuerabkommen

Die privaten Banken begrüßen das internationale Steuerabkommen zum zwischenstaatlichen steuerlichen Informationsaustausch, das heute in Berlin von 50 Finanzministern unterzeichnet wird. „Wir haben die Initiative der OECD, Steuerbetrug und Steuerhinterziehung international einheitlich zu bekämpfen, von Anfang an positiv begleitet“, betont Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

Bankenverband begrüßt internationales Steuerabkommen

„Daher unterstützen wir nun auch das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, mit einheitlichen Standards den weltweiten Steuerbetrug zu bekämpfen“, so Kemmer. Nach Informationen des Finanzministeriums erkennen derzeit 65 Länder das Abkommen an, dies sei ein deutliches Zeichen der Entschlossenheit. Die Europäische Union will die Amtshilferichtlinie entsprechend anpassen. Kemmer: „Die Richtung stimmt, obwohl etwas mehr Zeit wünschenswert gewesen wäre, um Betroffene und Öffentlichkeit deutlicher einzubeziehen – etwa mit Blick auf umsetzungstechnische Aspekte und datenschutzrechtliche Fragen.“

Bereits ab dem Jahr 2016 sollen Bankkunden nach den neuen Anforderungen identifiziert und ihre meldepflichtigen Daten erfasst werden. Der erste Datenaustausch ist dann für 2017 vorgesehen. Kemmer warnt: „Der Zeitplan ist mehr als ehrgeizig. Selbst bei gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten brauchen wir eventuell Übergangsregelungen.“

 

Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1250

bankenverband.de/presse

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