21. September 2015

Zum Ausgang der Wahlen in Griechenland

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes: „Griechenland braucht nun rasch eine handlungsfähige Regierung, die die Reformvereinbarungen des dritten Hilfsprogramms zügig umsetzt. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass die neue Regierung sich diese Reformen zu eigen macht und in der Gesellschaft für einen umfassenden Reformkurs wirbt. Denn Staat und Wirtschaft in Griechenland müssen dringend modernisiert werden. Dafür besteht aber nur dann eine realistische Chance, wenn in der griechischen Gesellschaft ein möglichst breiter Konsens herrscht, dass die Reformen zwingend notwendig sind.

Viele griechische Politiker haben viel zu lange die Vorstellung gehegt, das Land käme ohne strukturelle Änderungen aus. Vielmehr könne mit einem Schuldenschnitt sowie zusätzlichen Staatsausgaben aus den Problemen ‘herausgewachsen‘ werden. Nicht erst in den letzten neun Monaten hat sich das als bittere und extrem teure Täuschung herausgestellt – und das nicht nur für Europa, sondern vor allem und leider für Griechenland und seine Menschen.“

Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
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