Engagement deutscher Banken in China

10. September 2015

„Es sieht derzeit so aus, als ob sich Chinas Wachstumsraten spürbar abschwächen. Das wird auch die deutsche Konjunktur beeinflussen, denn viele unserer Schlüsselindustrien, wie etwa die Automobilbranche, der Maschinenbau oder die Chemie, exportieren sehr stark nach China. Ein konjunktureller Einbruch ist aber nicht zu befürchten, weder in China noch weltweit. Das liegt unter anderem auch daran, dass es ja auch gegenläufige Tendenzen gibt. So läuft die US-Konjunktur zum Beispiel gut. Zudem versucht China mit niedrigeren Zinsen und einem angekündigten Investitionsprogramm neue positive Impulse zu setzen. Die deutsche Wirtschaft, die zurzeit auch von einer robusten Binnenkonjunktur profitiert, wird durch die Bremseffekte von den Schwellenländern nicht aus der Bahn geworfen. Die Risiken für die deutschen Banken sind daher kaum gestiegen. Denn auch die Forderungen deutscher Banken gegenüber der Volksrepublik China sind sehr überschaubar und belaufen sich lediglich auf 1,4 % der gesamten Auslandsforderungen.“

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstands, Bankenverband

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