Engagement deutscher Banken in Griechenland

7. Juli 2015

"Die unmittelbaren Folgen eines griechischen Zahlungsausfalls für den Bankensektor in den übrigen Euro-Staaten dürften überschaubar sein. So sind die deutschen Banken in Griechenland nur noch sehr gering engagiert. Ein Großteil ihrer Forderungen haben sie in den letzten Jahren abgeschrieben und sich frühzeitig auf einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands vorbereitet.“
Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes

Die Deutsche Bundesbank hat Anfang Juli neue Zahlen zum Griechenland-Engagement deutscher Banken (Stand März 2015) veröffentlicht.

Forderungen der deutschen Banken (einschl. Auslandsfilialen und -töchter) gegenüber Griechenland: 19,075 Mrd. € (Stand:  März 2015 – aktuellste verfügbare Zahlen) davon:

  • gegenüber Banken in Griechenland 243 Mio. €
  • gegenüber Unternehmen u. Privatpersonen in Griechenland 3,626 Mrd. €
  • gegenüber öffentlichen Haushalten in Griechenland 15,206 Mrd. €

Hinweis: Die Forderungen gegenüber den öffentlichen Haushalten in Griechenland werden beinahe vollständig von der KfW gehalten (knapp 15,2 Mrd. €). Sie sind die Hilfsgelder der Bundesrepublik aus dem ersten Hilfspaket für Griechenland. Diese Zahlungen wurden über die KfW abgewickelt, da es damals den EFSF (inzwischen ESM) noch nicht gab. Materiell sind diese knapp 15,2 Mrd. € also Forderungen der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem griechischen Staat.

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