Hauptgeschäftsführer Christian Ossig zur heutigen EZB-Ratssitzung

25. Januar 2018

Zur heutigen EZB-Ratssitzung kommentiert Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes: „Die Europäische Zentralbank hat heute die Chance vertan, ein neues Signal in Richtung einer geldpolitischen Normalisierung zu senden. Stattdessen verharrt sie tief im Krisenmodus. Dieser Kurs muss in absehbarer Zeit enden. Denn die Gegensätze sind enorm: Während im Euroraum ein recht kräftiger Aufschwung in Gang gekommen ist, und sich die Inflationsrate bereits vor einem Jahr deutlich von der Nulllinie entfernt hat, pumpt die EZB weiterhin jeden Monat einen zweistelligen Milliardenbetrag an zusätzlicher Liquidität in die Märkte. Zudem belastet sie mit einem negativen Einlagezins die Ertragslage der Banken im Euroraum – derzeit mit rund 7,5 Milliarden Euro jährlich. Dieses Geld könnten die Finanzinstitute an anderer Stelle viel besser einsetzen, etwa um ihre Bilanzen zu stärken oder um noch mehr in die Digitalisierung  zu investieren.“

 

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