Kemmer zu Iran-Geschäften

21. Juni 2016

Der Iran hat am 20. Juni 2016 die noch offenen Außenstände bei den Exportkreditgarantien des Bundes, den sogenannten Hermesdeckungen, beglichen. Damit ist der Weg offen für die Wiederübernahme von Hermesdeckungen für Exporte in den Iran. Dazu erklärt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes:

„Mit der vollständigen Begleichung der Hermes-Altschulden des Iran stehen die Hermesdeckungen als zentrales Instrument der Exportförderung nun wieder für den deutschen Export und seine Finanzierung zur Verfügung. Wir begrüßen diese Entwicklung als wichtigen Baustein für eine schrittweise Verbesserung der Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zum Iran.

Allerdings bestehen insbesondere für Kreditinstitute weiterhin gravierende Unsicherheiten bei der Wiederaufnahme von Geschäftsbeziehungen zu iranischen Banken bzw. Kunden. Dies liegt u. a. an dem weiterhin fehlenden Gleichlauf europäischer und US-amerikanischer Sanktionspolitik, den zahlreichen weiterhin bestehenden Sanktionen, den bestehenden geldwäscherechtlichen Vorschriften. Auch der Iran ist diesbezüglich aufgefordert, bessere Voraussetzungen für Finanzbeziehungen zu schaffen, zum Beispiel durch die Umsetzung internationaler Vorgaben im Bereich der Geldwäsche sowie des Aufsichtsrechts im Bankensektor.“

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