Peters: EZB steckt im geldpolitischen Krisenmodus fest

10. April 2019

„Die EZB hat wieder nicht mit dem Ausstieg aus den Negativzinsen begonnen. Das ist enttäuschend. Dabei ist es schon lange überfällig, die europäischen Banken zu entlasten – ähnlich wie die Notenbanken in Japan und der Schweiz dies von Anfang an getan haben. Wir fordern deshalb die Einführung eines Freibetrages“, sagte Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes, mit Blick auf die heutige Sitzung des EZB-Rates.

„Mit den Negativzinsen steckt die EZB im geldpolitischen Krisenmodus fest, zumal die europäischen Währungshüter bereits vor sechs Wochen dem negativen Einlagesatz Bestandsschutz bis mindestens ins Jahr 2020 hinein gegeben haben. Es kann nicht sein, dass die EZB weltweit die einzige große Notenbank ist, die Negativzinsen nicht zumindest durch einen Freibetrag für die Überschussliquidität abfedert. Im letzten Jahr hat diese `Sondersteuer auf Überschussreserven´ die europäischen Banken rund 7,5 Milliarden Euro gekostet. Jeden Monat, den die EZB hier eine Entlastung verzögert, schlägt für die Banken im Euro-Raum mit zusätzlichen gut 600 Millionen Euro zu Buche.“

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.