Zu den geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank, erklärte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes

8. März 2018

„Die EZB geht nur mit sehr kleinen Trippelschritten in Richtung Ausstieg aus der extrem expansiven Geldpolitik. Heute hat sie sich von der Option verabschiedet, das Aufkaufprogramm gegebenenfalls wieder aufzustocken. Als nächsten Schritt sollte sie nun bald klare Hinweise geben, dass das Aufkaufprogramm im Herbst dieses Jahres nicht mehr verlängert wird. Wichtig ist ferner, dass nun auch das Ende der Negativzinsen kommunikativ vorbereitet wird. Dieses geldpolitische Kriseninstrument birgt im besonderen Maße die Gefahr von unerwünschten Nebeneffekten, wie zum Beispiel falschen Risikopreisen und fehlgelenkten Investitionen. Und: Die Banken im Euroraum zahlen durch den negativen Einlagezins derzeit eine Sondersteuer von jährlich rund 7,5 Milliarden Euro. Dieses Geld könnten die Finanzinstitute an anderer Stelle viel besser einsetzen – etwa um ihre Bilanzen zu stärken oder um noch mehr in die Digitalisierung zu investieren.“

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