Zahlen, Daten, Fakten

Statistik-Service des Bankenverbandes

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Beschwerden

Ombudsmannverfahren der privaten Banken im Fünfjahresvergleich

Wie gehen die Verfahren aus? In der Regel gehen - basierend auf mehrjährigen Erfahrungswerten - etwa die Hälfte der Beschwerden zugunsten der Kunden aus. Der Ausgang der Verfahren hat sich allerdings in den Jahren 2014 und 2015 aufgrund der Beschwerdewelle zu dem Thema „Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherdarlehen“ verschoben. Im Jahr 2014 erreichten über 100.000 Beschwerden die Geschäftsstelle Ombudsmann der privaten Banken. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Verjährung durch die Einleitung eines Verfahrens gehemmt werden sollte und die Banken entsprechend den Urteilen des Bundesgerichtshofs die berechtigt geforderten Bearbeitungsentgelte zurückzahlen. Zu einem sehr hohen Anteil haben sich diese Beschwerden zugunsten der Kunden im Vorfeld erledigt, da die Banken den Rückforderungsansprüchen gefolgt sind.

Die Zahlen können der Statistik "Ombudsmannverfahren der privaten Banken im Fünfjahresvergleich" entnommen werden, die genauso wie die Statistik "Von Beschwerden betroffene Sachgebiete im Fünfjahresvergleich" monatlich aktualisiert werden.

Das Ombudsmannverfahren der privaten Banken 2014 bis 2018

Ombudsmannverfahren der privaten Banken im Fünfjahresvergleich
2014 2015 2016 2017 2018
Gesamtanzahl der Beschwerden 108.569 (4) 22.248 (5) 5.597 5.325 456
Von Kunden nicht weiterverfolgte Beschwerden 6.458 2.565 985 243 4
Nach der Verfahrensordnung unzulässige / ungeeignete (1) Beschwerden 4.604 3.490 1.257 919 2
Nach der Verfahrensordnung zulässige Beschwerden 97.507 (2) 16.193 (3) 3.355 4.163 (6) 450 (7)
Ausgang zugunsten des Kunden (auch teilweise) 94.374 14.378 1.704 1.313 19
Vergleich durch Ombudsmann angeregt 327 232 223 171 0
Ausgang zugunsten der Bank 2.789 1.578 1.428 924 1

(1) Nach der Verfahrensordnung zulässige Beschwerden, bei denen der Ombudsmann aber von einer Schlichtung absieht,
da eine weitergehende Beweisaufnahme notwendig wäre.
(2) Von den 97.507 zulässigen Beschwerden befinden sich noch 17 Beschwerden in Bearbeitung.
(3) Von den 16.193 zulässigen Beschwerden befinden sich noch 5 Beschwerden in Bearbeitung.
(4) Von den 108.569 Beschwerden betreffen 102.845 Bearbeitungsentgelte von Verbraucherkreditverträgen.
(5) Von den 22.248 Beschwerden betreffen 15.484 Bearbeitungsentgelte von Verbraucherkreditverträgen.
(6) Von den 4.163 zulässigen Beschwerden befinden sich noch 1.755 Beschwerden in Bearbeitung.
(7) Von den 450 zulässigen Beschwerden befinden sich noch 430 in Bearbeitung.

Stand: 8. März 2018
Quelle: bankenverband

Sachgebiete der privaten Banken im Fünfjahresvergleich

Die Sachgebiete von 2014 bis 2018 im Vergleich

Sachgebiete im Fünfjahresvergleich
2014 2015 2016 2017 2018
Wertpapiergeschäft 2.717 2.812 1.095 1.799 109
in Prozent* 2,5% 12,6% 19,6% 33,8% 23,9%
Kreditgeschäft 1.380 2.148 1.966 1.352 123
in Prozent 1,3% 9,7% 35,1% 25,4% 27,0%
Bearbeitungsentgelte von Verbraucherkreditverträgen (1) 102.845 15.484 695 99 7
in Prozent 94,7% 69,6% 12,4% 1,9% 1,5%
Zahlungsverkehr 1.204 1.357 1.434 1.806 177
in Prozent 1,1% 6,1% 25,6% 33,9% 38,8%
Girokonto für jedermann und Basiskonto 146 132 141 58 18
in Prozent 0,1% 0,6% 2,5% 1,1% 3,9%
Bürgschaften/ Drittsicherheiten 8 8 8 7 0
in Prozent <0,1% <0,1% 0,1% 0,1% 0,0%
Spargeschäft 241 279 211 139 14
in Prozent 0,2% 1,3% 3,8% 2,6% 3,1%
Sonstige 28 28 47 65 8
in Prozent 0,1% 0,1% 0,9% 1,2% 1,8%
Summe 108.569 22.248 5.597 5.325 456

(1) Sondereffekt wegen des BGH-Urteils vom 28.10.2014 zur Unzulässigkeit von Bearbeitungsentgelten zu Verbraucherkreditverträgen
* Prozentwerte gerundet

Stand: 8. März 2018
Quelle: bankenverband

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