Corona: Übersicht der Hilfen für Unternehmen

Auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene gibt es nach wie vor verschiedene Maßnahmen und Angebote für die Wirtschaft. Die privaten Banken stehen in dieser schwierigen Situation weiterhin eng an der Seite ihrer Kunden – den Unternehmen in Deutschland. Als Finanzierungspartner der KfW unterstützen die deutschen Privatbanken ihre Unternehmenskunden, angefangen von der Beratung bis hin zur eigentlichen Antragsstellung für neue Liquiditätskredite aus den Hilfsprogrammen der KfW. Dabei bündeln die privaten Banken alle ihre Kräfte, um Anfragen und Anträge unter den geltenden gesetzlichen Richtlinien zur Risikoprüfung schnellstmöglich zu bearbeiten. Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links zu den verschiedenen Unterstützungsangeboten, die zusätzlich zu den bereits bestehenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen wie dem Kurzarbeitergeld verfügbar sind.

Hinweis auf die Corona-Themenseite

Maßnahmen des Bundes

Corona-Hilfen der Bundesregierung

Im Zuge der aktuellen Lage in der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Hilfsangebote für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den Einschränkungen besonders betroffen sind, erneut verlängert. 

Überbrückungshilfe III Plus (Antragsfrist am 31. März 2022 abgelaufen)

Weitere Unterstützung für alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler (bis zu 750 Millionen Euro Jahresumsatz) für den Förderzeitraum Juli –- Dezember 2021

  • Seit dem 23. Juli 2021 können Unternehmen und Soloselbständige einen Erstantrag auf die Überbrückungshilfe III Plus stellen, die einen coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent zu beklagen hatten.
  • Seit 25. August 2021 kann Schadensausgleich auch im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus beantragt werden.
  • Seit dem 24. September 2021 können Unternehmen, die für Juni 2021 Überbrückungshilfe III erhalten haben und im Juli 2021 von Hochwasser und Starkregen betroffen waren, Überbrückungshilfe III Plus für Juli bis Dezember 2021 beantragen.
  • Erstattet werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch  
  • Seit dem 2. August 2021 werden Abschlagszahlungen auf Erstanträge ausgezahlt (50 Prozent der Antragssumme, max. 100.000).
  • Zusätzliche Unterstützung gibt es für Aussteller auf Weihnachtsmärkten
  • Antrag
  • Weitere Informationen

Überbrückungshilfe IV (Antragsstellung möglich bis zum 15. Juni 2022)

Weitere Unterstützung in Form von Fixkotenerstattung für alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler (bis zu 750 Millionen Euro Jahresumsatz) für den Förderzeitraum Januar –  Juni 2022

  • Die Überbrückungshilfe IV richtet sich an Unternehmen, Start-Ups, Soloselbständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler, die bis zum 30. September 2021 gegründet wurden.
  • Die Umsatzobergrenze entfällt für Unternehmen die direkt von den Schließungsanordnungen betroffene Unternehmen sowie für Unternehmen der Pyrotechnikbranche, der Reisebranche und des Großhandels
  • Fördervoraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30% in jedem Monat im Zeitraum von Januar – März 2022.
  • Erstattet werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (max. 10.000.000 Euro pro Monat).  
  • Es werden Abschlagszahlungen auf Erstanträge in Höhe von 50% der beantragten Förderung gewährt (max. 100.000 Euro pro Monat).
  • Antrag
  • Weitere Informationen

Neustarthilfe Plus (Antragsfrist am 31. März 2022 abgelaufen)

  • Die Neustarthilfe Plus unterstützt Soloselbständige, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten mit bis zu 4.500 Euro und Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften mit bis zu 18.000 Euro. Sie wird als Vorschuss für die Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 ausgezahlt.
  • Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 (drei- statt sechsmonatiger Referenzumsatz). Für die Förderperiode Oktober bis Dezember 2021 müssen in jedem Fall Erstanträge gestellt werden.
  • Einmalig 50 Prozent Vorschuss eines dreimonatigen Referenzumsatzes
  • Seit 14. Oktober können Direktanträge für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 gestellt werden.
  • Seit 01. Dezember 2021 können Änderungsanträge von prüfenden für den Förderungszeitraum Oktober – Dezember 2021 gestellt werden
  • Antrag
  • Weitere Informationen

Corona-Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Mittels verschiedener Programme erleichtert die staatliche KfW-Bank die kurzfristige Liquiditätsversorgung für Unternehmen. Hier finden Sie Informationen zu den bestehenden Kreditprogrammen der KfW. Die Anträge für KfW-Kredite werden über die Hausbank gestellt und ausgezahlt. Dieser obliegt auch die Kreditentscheidung. 

KfW Unternehmerkredit (Antragsfrist am 30. April 2022 abgelaufen)

Im Rahmen des Sonderprogramm 2020 der KfW könnten alle etablierten Unternehmen den KfW-Unternehmerkredit beantragen. 

  • Voraussetzung ist, dass das Unternehmen mindestens seit mindestens 5 Jahren existiert.
  • Die Haftungsfreistellung liegt bei 90 % für KMU (bis 50 Mio. Euro Umsatz) mit einem Endkreditnehmerzins von 1 % und bei 80% für größere Unternehmen (mehr als 50 Mio. Euro Umsatz) mit einem Endkreditnehmerzins von 2,12 %.
  • Grundsätzlich ist die Kombination des KfW-Unternehmerkredits mit anderen Fördermitteln (Krediten, Zulagen und Zuschüssen) möglich. Allerdings ist eine Kombination mit anderen KfW-/ERP-Programmen mit Risikoübernahme ausgeschlossen. 
  • Der Höchstkreditbetrag liegt je Unternehmensgruppe bei 100 Mio. EUR 
  • Weitere Informationen

KfW Schnellkredit 2020 (Antragsfrist am 30. April 2022 abgelaufen)

Der KfW-Schnellkredit richtete sich an kleinere und mittlere Unternehmen, denen mit traditionellen Förderkrediten auf Grundlage des KfW-Sonderprogramms 2020 nicht ausreichend geholfen ist. 

  • Voraussetzung ist, dass das Unternehmen mindestens seit 01.01.2019 existiert und das Unternehmen im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 und im Jahr 2019 Gewinn erzielt hat.
  • Die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos.
  • Die Kredithöhe liegt bei drei Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal aber 2,3 Mio. Euro.
  • Der KfW-Schnellkredit 2020 kann mit anderen KfW-Krediten kombiniert werden. Falls ein Unternehmen im Jahr 2020 eine Zusage für den KfW-Unternehmerkredit, den ERP-Gründerkredit Universell oder die Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung erhalten hat, kann zusätzlich der KfW-Schnellkredit (unter Berücksichtigung des Kredithöchstbetrags) beantragt werden. Eine Kombination mit den Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist nicht möglich.
  • Weitere Informationen

ERP-Gründerkredit – Universell (073/074/075/076) (Antragsfrist am 30. April 2022 abgelaufen)

Der ERP-Gründerkredit ist für junge Unternehmen als Mittel zur Festigung der Geschäftstätigkeit gedacht.

  • Voraussetzungen ist, dass das Unternehmen maximal seit 5 Jahren am Markt ist und bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten war.
  • Kredite sind bis zu 100 Mio. Euro möglich – die Haftungsfreistellung beträgt je nach Umsatzgröße 80 bzw. 90 %.
  • Weitere Informationen

Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung (Antragsfrist am 30. April 2022 abgelaufen)

Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen. 

  • Die KfW übernimmt bis zu 80 % des Risikos, jedoch maximal 50 % der Gesamtverschuldung bzw. 30 % der Bilanzsumme. 
  • Weitere Informationen

Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Antragsfrist am 30. April 2022 abgelaufen)

Die Bundesregierung hat einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) geschaffen, um großvolumige staatliche Stützungsmaßnahmen wie Kreditgarantien und Stärkungen des Eigenkapitals zu ermöglichen. Damit kann sich der Staat, wenn es nötig ist, direkt an Unternehmen beteiligen, nicht zuletzt, um das Unternehmen vor Übernahmen zu schützen. Der WSF ist ebenfalls bis Ende Juni 2022 verlängert worden.

  • Der Wirtschaftsstabilisierungsfond umfasst 100 Mrd. Euro für Rekapitalisierung sowie weitere 400 Mrd. Euro für Garantien des Bundes und 100 Mrd. Euro zur Refinanzierung des KfW-Sonderprogramms 2020.
  • Der Fond richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft ab 50 Mio. Euro Umsatz, ab 43 Mio. Euro Bilanzsumme bzw. ab 250 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt. Zwei dieser drei Bedingungen müssen mindestens in den beiden letzten bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren vor dem 01.01.2020 erfüllt sein.
  • Bei besonderer Bedeutung für die Sicherheit oder die Wirtschaft erhalten in Ausnahmefällen auch kleinere Unternehmen Zugang zum Fonds. Auch Start-ups können unter bestimmten Bedingungen anspruchsberechtigt sein. 
  • Weitere Informationen
  • Weitere Informationen (Bürgschaft für Bankenkredite)
  • Weitere Informationen (Garantien für Anleihen)
  • Weitere Informationen (Rekapitalisierung bis 100 Mio. EUR)

Bundesprogramm für Start-Ups

Start-ups, junge Technologieunternehmen und kleine Mittelständler können mit einem Hilfspaket im Umfang von 2 Mrd. Euro zusätzlich gestützt werden. Mit den Mitteln werden bestehende Programme zur Wagniskapitalfinanzierung erweitert, damit weiterhin Finanzierungsrunden für zukunftsträchtige, innovative Start-ups aus Deutschland stattfinden können.

Zukunftsfonds des Bundes

Mit dem Zukunftsfonds des Bundes sollen insbesondere die Finanzierungsmöglichkeiten in der Skalierungsphase von Start-Ups langfristig gestärkt werden. Der Bund stellt Mittel in Höhe von 10 Mrd. Euro zur Verfügung, um die Förderarchitektur quantitativ und qualitativ auszubauen. Zudem beteiligt sich das ERP-Sondervermögen an mehreren Instrumenten des Zukunftsfonds.

ERP/Zukunftsfonds-Wachstumsfazilität

  • Die KfW Capital investiert als etablierter Fondsinvestor zukünftig bis zu 50 Mio. EUR pro Fonds
  • Bis 2030 stehen dafür 2,5 Mrd. Euro zur Verfügung
  • Weitere Informationen

GFF EIF-Wachstumsfazilität

  • Die GFF EIF-Wachstumsfazilität stellt bis zu 3,5 Mrd. Euro für Wachstumsfonds und Wachstumsfinanzierung von Start-Ups zur Verfügung
  • Weitere Informationen

DeepTech Future Fonds

  • Der DeepTech Future Fonds ist ein neuer Fonds speziell für Hoch-Technologie
  • Für die kommenden 10 Jahre stehen dafür bis zu 1 Mrd. Euro bereit
  • Weitere Informationen

KfW-Förderung für Unternehmen ohne Venture-Capital-Beteiligung

Start-Ups und kleine Mittelständler werden mit passgenauen Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierungen, durchgeführt von den Landesförderinstituten (LFI), unterstützt. Über die mit Haftungsfreistellung ausgestatteten Globaldarlehen können die LFI auf die jeweiligen Bundesländer zugeschnittene Förderinstrumente refinanzieren. Die konkrete Förderstruktur variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Möglich sind z. B. Finanzierungen über offene oder stille Beteiligungen. Gefördert werden dabei gleichsam Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel).

  • Antragstellung möglich bis zum 30.06.2022
  • Der wirtschaftliche Schwerpunkt muss dabei in Deutschland liegen und der Gruppenumsatz unter 75 Mio. Euro liegen. 
  • Unternehmen war bis 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten - Ausnahmen bestehen für kleine und kleinste Unternehmen die schon zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren. Allerdings darf das Unternehmen kein Insolvenzverfahren begonnen bzw. keine Rettungs- oder Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • Die Unterstützung erfolgt als individuelle Mezzanine- oder Beteiligungsfinanzierung – mit einem öffentlichen Förderanteil von max.1.800.000 Euro. 
  • Weitere Informationen

Bürgschaftsbanken

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die jeweilige Bürgschaftsbank des Bundeslandes, in dem das Unternehmen angemeldet ist, besichert werden.

Maßnahmen der Bundesländer:

Zusätzlich zu den genannten Unterstützungsangeboten des Bundes, bieten die Bundesländer mit Hilfe Ihrer landeseigenen Institutionen weitere Unterstützungsangebote und Förderinstrumente an.
Zusätzlich zu den genannten Unterstützungsangeboten des Bundes, bieten die Bundesländer mit Hilfe Ihrer landeseigenen Institutionen weitere Unterstützungsangebote und Förderinstrumente an.

Härtefallhilfen Förderprogramm der Länder

  • Die Härtefallhilfen unterstützen Unternehmen und Selbstständige, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen. Insgesamt werden von Bund und Ländern 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Das jeweilige Bundesland entscheidet prüft den Einzelfall und entscheidet nach eigenem Ermessen über die Bewilligung. Im Regelfall ist die maximale Hilfe begrenzt auf 100.000 Euro, kann aber in Ausnahmefällen auch darüber liegen.
  • Weitere Informationen
  • Antrag

Weitere Maßnahmen der Bundesländer

Hier finden Sie weitere Unterstützungsangebote, geordnet nach Bundesländern:

Baden-Württemberg Niedersachsen
Bayern Nordrhein-Westfalen
Berlin Rheinland-Pfalz
Brandenburg Saarland
Bremen Sachsen
Hamburg Sachsen-Anhalt
Hessen Schleswig-Holstein
Mecklenburg-Vorpommern Thüringen

Maßnahmen der Europäischen Union:

Europäische Kommission

Die Europäische Union (EU) koordiniert ihre Anstrengungen zur Bewältigung der Coronakrise, die durch nationale Maßnahmen ergänzt werden. Hier erhalten Sie einen generellen Überblick über die Maßnahmen auf EU-Ebene. 

Folgende Maßnahmen können speziell mittelständischen Unternehmen in Deutschland helfen:

Garantien aus dem EU-Haushalt

Die Europäische Kommission hat 1 Mrd. Euro aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) freigegeben, die als Garantie für den Europäischen Investitionsfonds (EIF) dienen wird. Der EIF kann dadurch besondere Garantien stellen, die Banken und anderen Kreditgebern Anreize bieten, um mindestens 100.000 europäischen KMU und kleinen Midcap-Unternehmen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, Liquidität zur Verfügung zu stellen. Es wird erwartet, dass dadurch Finanzmittel in Höhe von 8 Mrd. Euro mobilisiert werden können.

Angepasster Rahmen für staatliche Beihilfen (Temporary Framework)

Die Mitgliedsstaaten bekommen bis auf weiteres mehr Spielraum bei der Vergabe von staatlichen Beihilfen an Unternehmen. Dadurch kann mehr Liquidität an Bankkunden, insbesondere KMU, gelenkt werden. Zuletzt wurde der beihilferechtliche Rahmen bis 30.06.2022 verlängert als auch deutlich erweitert. Konkret wurden die beihilferechtlichen Obergrenzen für Kleinbeihilfen und Fixkostenhilfen, auf die u.a. die November/Dezemberhilfen, die Überbrückungshilfen II / III / III Plus sowie das KfW-Sonderprogramm basieren, deutlich erhöht. Zudem wurden zwei neue Instrumente geschaffen, die die wirtschaftliche Erholung beschleunigen sollen:

  • Erhöhung der Obergrenzen für Kleinbeihilfen auf 2,3 Mio. Euro (bislang 1,8 Mio. Euro)
  • Erhöhung der Obergrenzen für Fixkostenhilfen auf 12 Mio. Euro (bislang 10 Mio. Euro)
  • Neues Instrument zur Investitionsförderung
  • Neues Instrument für befristete Solvenzhilfen
  • Weitere Informationen

Kurzarbeitergeld (SURE)

SURE soll Mitgliedstaaten der EU vorübergehend finanziell dabei unterstützen, Arbeitslosigkeitsrisiken zu mindern, die im Zusammenhang mit dem Covid-19-Ausbruch stehen. Es stellt Mitgliedstaaten günstige Kredite der EU zur Verfügung, insbesondere für Maßnahmen im Bereich der Kurzarbeit oder damit vergleichbaren Instrumenten. 

  • Das befristete Notfallinstrument hat ein Volumen von bis zu 100 Mrd. Euro. 
  • Maximal 60 % der Kredite dürfen an die drei Mitgliedstaaten mit dem größten Anteil fließen. 
  • Im Rahmen des SURE-Programms sind insgesamt bereits 94,3 Mrd. Euro an finanzieller Unterstützung aufgeteilt auf 19 Mitgliedstaaten ausgezahlt worden. 
  • Weitere Informationen

Europäische Investitionsbank (EIB)

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe hat ein Finanzpaket in Höhe von 40 Mrd. Euro vorgelegt, bestehend aus u.a.:

  • Ausgewiesene Liquiditätslinien an Banken, um eine zusätzliche Unterstützung von bis zu 10 Mrd. Euro zur Sicherung von Betriebskapital in KMU und Midcaps sicherzustellen. 
  • Spezielle Kaufprogramme für Asset-Backed Securities (ABS), mit denen Banken Risiken von KMU-Kreditportfolien übertragen können, um weitere 10 Mrd. Euro an Unterstützung zu mobilisieren. 
  • Weitere Informationen

Zudem hat die EIB einen Garantiefonds in Höhe von 200 Mrd. Euro – nach Vorbild der KfW – aufgebaut, der durch die Mitgliedstaaten abgesichert werden soll und für KMU, Midcaps und weitere Unternehmen gedacht ist.

  • Direkte Förderung über Banken mit 50 % bis 80 % Garantieübernahme 
  • Rückgarantien für nationale Garantien an Banken 
  • Notfall-Liquidität für Start-Ups durch Wagniskapital aus dem EIB-Netzwerk
  • Weitere Informationen

Europäische Zentralbank (EZB)

Die EZB führt zielgerichtete langfristige Refinanzierungsgeschäfte durch, um dem europäischen Finanzsystem insgesamt mehr Liquidität bereitzustellen. Gleichzeitig lässt die Bankenaufsicht gegenwärtig flexible Kapitalanforderungen für Banken zu, damit Banken infolge der Erleichterungen die Wirtschaft stützen und diese mit Krediten versorgen kann. 

Next Generation EU

Finanzielle Unterstützung für öffentliche Investitionen und Reformen in den Mitgliedstaaten, insbesondere im Bereich der grünen und digitalen Wende. Mittlerweile wurden Aufbau- und Resilienzpläne von 22 EU-Ländern von der Europäischen Kommission angenommen. Deutschland erhält aus dem EU-Recovery Fund 25,6 Mrd. Euro an Zuschüssen. Nach der Annahme der jeweiligen Pläne kann mit der Auszahlung der Zuschüsse und Kredite begonnen werden.

Aufbau- und Resilienzfazilität

Finanzielle Unterstützung für öffentliche Investitionen und Reformen in den Mitgliedstaaten, insbesondere im Bereich der grünen und digitalen Wende. Mittlerweile haben bereits 12 Mitgliedstaaten die für den Erhalt der Kredite und Zuschüsse notwendigen nationalen Aufbau- und Resilienzpläne bei der Europäischen Kommission eingereicht. Nach der Annahme der jeweiligen Pläne kann mit der Auszahlung begonnen werden.

  • Gesamtvolumen von 672,5 Mrd. Euro (360 Mrd. Euro Kredite / 312,5 Mrd. Euro Zuschüsse)    

Fonds für einen gerechten Übergang

Instrument der Kohäsionspolitik, welches Gebiete unterstützt, die aufgrund des EU-Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft schwerwiegende sozioökonomische Herausforderungen bewältigen müssen.

  • Gesamtvolumen 10 Mrd. Euro (Zuschüsse)

Horizont Europa

Horizont Europa ist das 9. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation mit einer Laufzeit von 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2027. 

  • Gesamtvolumen 5 Mrd. Euro (Zuschüsse)

React-EU

Unterstützungsprogramm zur Abschwächung der direkten Auswirkungen der Covid-19-Krise.

  • Gesamtvolumen 47,5 Mrd. Euro (Zuschüsse)

Ländliche Entwicklung

  • Gesamtvolumen 7,5 Mrd. Euro (Zuschüsse)

RescEU

Europäisches System zur Bewältigung von Naturkatastrophen.

  • Gesamtvolumen 1,9 Mrd. Euro (Zuschüsse)

InvestEU

Langfristige Finanzmittel für Unternehmen.

  • Gesamtvolumen 5,6 Mrd. Euro (Zuschüsse)

Weitere Informationen

Drucken/PDF