Europa zwischen Krise und Hoffnung

5. April 2017, 19:00 Uhr

"Sind wir in Europa wirklich in der Krise?" Mit dieser Frage hat Hans-Walter Peters, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken und Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der Privatbank Berenberg, den 21. Deutschen Bankentag eröffnet. In seiner Rede im Berliner Congress Center bcc stimmte er die Teilnehmer darauf ein, dass sich die Konferenz vor allem mit vielen relativ ernsten Themen werde beschäftigen müssen.

Auch Banken seien von ihrem Umfeld abhängig, nicht immun gegen Unsicherheiten, wie das Brexit-Referendum oder der ungewisse Ausgang der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Allerdings gebe es auch immer wieder positive Signale, darunter den Ausgang der Parlamentswahlen in den Niederlanden.

Als weiteres hoffnungsvolles Signal wertete Peters die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes. Demnach würden drei Viertel der Befragten in einem entsprechenden Referendum für den Verbleib Deutschlands in der Europäischen Union stimmen. Nur 14 Prozent der Befragten bewerteten die deutsche EU-Mitgliedschaft demnach negativ – Peters zufolge ist das der niedrigste Wert seit 1992, als der Bankenverband die Umfrage erstmals durchführte.

Die Frage nach der europäischen Krise könne man daher auch positiv nutzen, um mehr Menschen mitzureißen, so der Bankenpräsident: "Wir müssen noch mehr Werbung für Europa machen, und es auch genießen, dass wir in Europa zusammenstehen."

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