Schultüte

Sparmöglichkeiten für Kinder: Fonds als Geldanlage

Das Baby ist da – und nicht selten fragen sich Eltern, Großeltern und Paten schon bald, wie sie für den Nachwuchs Geld anlegen können – ob für den Führerschein, das Studium oder einen Auslandsaufenthalt. Auch der Schulanfang ist für viele Familien eine Gelegenheit, für die Kinder mit dem Sparen anzufangen.

War das Sparbuch, der Banksparplan oder der Bausparvertrag in der Vergangenheit das Mittel der Wahl, so müssen in Zeiten historisch niedriger Zinsen für längerfristige Anlagen mit einer positiven Rendite Alternativen zum Sparkonto her. Soll von der Geburt an bis zur Volljährigkeit, ein kleines Vermögen angespart werden, stellt ein solches Modell im Moment keine sinnvolle Möglichkeit dar.

Welches Konto ist für Kinder das richtige, und ab welchem Alter können Sie ein Bankkonto für den Nachwuchs eröffnen? Alle Antworten in unserem Beitrag zum Thema Konto für Kinder und Jugendliche.

Unser Tipp: Zahlen Sie jeden Monat für das Kind bereits 25 Euro in einen Aktienfonds oder ein Depot ein. Das bietet sich besonders  für die langfristige Anlage an, so, wie es bei der Geldanlage für Kinder der Fall ist. Zum Bespiel in Form von Fondssparplänen: Diese sind flexibel (Sie können die Laufzeit jederzeit ändern und die Sparrate anpassen oder aussetzen) und schon für einen geringen monatlichen Beitrag zu haben.

Und keine Angst: Langfristig haben sich Aktien und Aktienfonds, Mischfonds und die preiswerteren ETFs (zum Beispiel ein Indexfonds auf den Dax) bewährt. Bei Babys oder Kindern haben Sie einen langen Anlagehorizont von zehn bis 15 Jahre – so lassen sich Kursschwankungen in Krisenzeiten aushalten.

Für diese Form der Geldanlage brauchen Ihre Kinder ein eigenes Aktiendepot, das Sie als Eltern oder Großeltern problemlos bei einer Bank eröffnen können. Mit dem Zukauf weiterer Wertpapiere können Sie dieses Depot nach und nach erweitern. Was Sie beachten sollten: Die Schenkung von Kapitalvermögen ist bis zu 400.000 Euro steuerfrei. Dieser Betrag kann nach Ablauf von zehn Jahren erneut steuerfrei ausgeschöpft werden. 

Auch das Taschengeld ist für viele Familien ein wichtiges Thema. Wir geben in unserem Blog Antworten und Tipps zum Thema Taschengeld.

Noch ein Hinweis: Das Geld, das Sie für Ihr Kind auf dessen Namen anlegen, gehört auch Ihrem Kind. Sie haben zwar bis zum 18. Lebensjahr Ihres Kindes oder Enkels grundsätzlich die Konto- und Depotvollmacht und können alle Entscheidungen treffen. Sollten Sie vor der Volljährigkeit des Kindes über das Ersparte verfügen wollen, so muss dies zweifelsfrei zum Nutzen des Kontoinhabers – also des Kindes – geschehen. Beispiel: Möchte Ihr (Enkel-)Kind für ein paar Monate oder ein Jahr im Ausland zur Schule gehen, können Sie den Aufenthalt von dem Ersparten bezahlen. Für einen Zweitwagen der Familie dürfen Sie das Geld aber nicht ausgeben. Aber ab der Volljährigkeit dürfen die Schüler oder Auszubildenden das Depot selbst verwalten und mit dem Guthaben anstellen, was sie wollen.

Beachten Sie außerdem, dass Kinder mit hohen Kapitalerträgen (etwa durch Zinsen) unter Umständen eigene Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen. Falls das Guthaben für die Ausbildung oder das Studium verwendet werden soll, könnte ihr Kind außerdem Vermögensgrenzen bei der Förderung durch BaFöG überschreiten.

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Kontakt

Sylvie Ernoult (in Elternzeit)

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Pressesprecherin

Tel. +49 30 1663-1210

sylvie.ernoult@bdb.de

Julia Topar

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Leiterin Finanzbildung und Veranstaltungen, Director

Tel. +49 30 1663 1290

julia.topar@bdb.de

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