Wie sparen die Deutschen?

30. August 2017

Trotz der anhaltenden Nullzinspolitik  der Europäischen Zentralbank hat sich das Spar- und Anlageverhalten der Deutschen kaum verändert. Mit 5,6 Billionen Euro lag das Geldvermögen der Bundesbürger Ende 2016 um knapp fünf Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Obwohl es kaum noch eine Verzinsung gab, hielten die privaten Haushalte Ende letzten Jahres gut 2 Billionen Euro als Sicht-, Termin- und Spareinlagen (siehe Grafik). Noch etwas höher war die Anlage bei Versicherungen und Pensionskassen einschließlich berufsständischen Versorgungswerken. Aktien hingegen blieben wenig gefragt: Auf sie entfielen nur 373 Milliarden Euro oder knapp sieben Prozent des Geldvermögens. Zwar stieg das Aktienvermögen gegenüber dem Vorjahr mit neun Prozent überdurchschnittlich stark, doch ein beträchtlicher Teil davon ist auf Kurssteigerungen zurückzuführen. Noch stärker zugenommen hat die Bargeldhaltung mit rund 18 Prozent. Deutlich rückläufig war die Anlage in Schuldverschreibungen, das heißt vor allem in festverzinslichen Wertpapieren. Hier wirkte sich dann doch die extreme Niedrigzinspolitik aus.

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