Cloud

Zehn Gründe für den starken Cloud-Trend im Banking

23.09.2021

Banking ohne Cloud Computing ist heutzutage kaum noch eine Option für die Kreditinstitute: Vermehrt nutzen sie die Cloud-Technologie, um mit einem sich wandelnden Kundenverhalten Schritt zu halten und digitale Prozesse weiter auszubauen. Folglich geht es inzwischen weniger um die Frage, ob Prozesse und Dienstleistungen in die Cloud ausgelagert werden sollen, sondern darum, wie die Cloud optimal genutzt werden kann, um die Potenziale dieser Technologie voll auszuschöpfen. Der Einsatz von Cloud Services hat nicht nur in den letzten Jahren stark zugenommen, auch für die kommenden Jahre wird ein Anhalten dieses Trends prognostiziert. 

Was konkret aber versprechen sich die Banken vom Einsatz der Cloud-Technologie? Welche Vorteile sind mit ihr verbunden? Wir haben zehn Gründe für den starken Cloud-Trend im Banking identifiziert. 

  1. Mit Hilfe der Cloud verbessern sich die Markteintrittsgeschwindigkeit („Time-to-Market“) und die Wartung von Banking-Apps sowie von IT-getriebenen Bankprodukten. Banken können dadurch schnell auf innovative Lösungen zurückgreifen und flexibel auf neue Anforderungen reagieren. Durch die damit erhöhte Agilität profitieren die Bankkunden und -kundinnen von schnelleren und besseren Anwendungen.
     
  2. Die Cloud dient als technologische Grundlage für die Analyse großer Datenmengen, beispielsweise beim Einsatz von künstlicher Intelligenz. Dies ermöglicht es Banken, ihren Kunden noch passgenauere Angebote zu unterbreiten.
     
  3. Die Cloud ist nachhaltig – durch die effizientere Nutzung von Serverkapazitäten bei Cloud-Diensten wird die Umwelt geschont. Es wird nicht mehr Strom verbraucht als benötigt und somit die CO₂-Bilanz verbessert. Einige Cloudanbieter haben sich bereits zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen auf null zu senken.
     
  4. Die Cloudanbieter bieten mit ihren Rechenzentren eine hohe IT-Professionalisierung und standardisierte Betriebsabläufe.
     
  5. Ressourcen lassen sich effizienter nutzen, da zusätzliche Rechenkapazitäten, z.B. für Spitzenlasten, nicht mehr lokal vorgehalten werden müssen. Die Reduzierung lokal vorgehaltener Rechenkapazitäten und dadurch sinkende Hardware-Kosten führen wiederum zu einem geringeren Kapitaleinsatz.
     
  6. Rechenkapazitäten lassen sich bei Cloud-Diensten flexibel hinzubuchen, für Spitzenlasten sogar meist ohne Vorlauf. Dies führt zu einer höheren Flexibilität und erhöht langfristig auch die Skalierbarkeit.
     
  7. Mitarbeiter können durch die Cloud von überall auf die Systeme der Bank, natürlich verschlüsselt, zugreifen. Das optimiert Organisation, Abläufe und die Vernetzung einer Bank. Insbesondere trägt die Cloud zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT-Abteilungen sowie zur Digitalisierung der Prozesse bei.
     
  8. Es fallen oftmals nur Kosten für die tatsächlich genutzten Dienstleistungen an (pay-per-use), da die Cloud meist als nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell angeboten wird.
     
  9. Anstatt einzelne neue Prozesse oder Anwendungen individuell in existierende Systeme zu integrieren, lassen sich diese über die Cloud für neue und alte Systeme effizienter und flexibler kombinieren. Die Cloud reduziert dadurch die Komplexität der eigenen IT-Infrastruktur und erhöht die Zugriffsgeschwindigkeit.
     
  10. Auch die Bankenaufsicht erkennt an, dass für Innovationen in der Kreditwirtschaft die Nutzung der Cloud-Technologie eine wesentliche Grundlage darstellt. Dies motiviert Banken zusätzlich, sich Schritt für Schritt der Möglichkeiten der Cloud-Technologie zu bedienen.

Das ausführliche Positionspapier des Bankenverbandes zum Thema „Handlungsfelder für eine bessere Nutzung der Cloud-Technologie“ finden Sie hier.

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Kontakt

Bettina Schönfeld

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Associate Director

Tel. +49 30 1663 2316

bettina.schoenfeld@bdb.de

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