Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und damit auch Europas hängt von der Handlungsfähigkeit kleiner und mittelständischer Banken ab. Das Kommunikationsforum Mittelständische Banken bot erneut Gelegenheit, direkte Einblicke aus der Praxis zu gewinnen und regulatorische Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren.
Bereits der Vorabend schuf Raum für den persönlichen Austausch und erste Impulse. Am nächsten Tag vertieften Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsbanken, des Verbands und der Politik die Diskussionen zu aktuellen Themen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Beitrag von Staatssekretärin Jeanette Schwamberger (Bundesministerium der Finanzen), die Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene erläuterte. Dabei wurde deutlich, dass die Anliegen kleiner und mittlerer Institute politisch wahrgenommen werden, der Entlastungseffekt in der Praxis jedoch noch nicht überall spürbar ist.
Im Fokus des Programms stand auch das Kleinbankenregime mit dem Ziel einer Aufsicht, die an die Größe und das Risikoprofil der Institute angepasst ist. Die Diskussion zeigte, dass die Richtung stimmt, entscheidend ist jedoch die konkrete Umsetzung, insbesondere in Hinblick auf die kommende MaRisk-Novelle. Nur so können Institute ihre Ressourcen wieder stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.
Weitere Themen des Forums reichten von Prüfungsfeststellungen über Kapitalmarktregulierung bis zur Reform der privaten Altersvorsorge. Auch Initiativen zur Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots und Maßnahmen zur Stärkung des Dialogs innerhalb der Mitgliedschaft wurden diskutiert.
Das Forum zeigte erneut, wie wichtig der direkte Austausch ist, um regulatorische Maßnahmen praxisnah zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Banken zu unterstützen. Für den Bankenverband bleibt es zentral, kontinuierlich im Dialog mit den Instituten zu bleiben, um Lösungen zu entwickeln, die in der Praxis tatsächlich Wirkung entfalten.