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9th of September 2026
Aktuelles Stichwort: Wachstum braucht bessere Investitionsbedingungen
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Die Lage der Unternehmen in Deutschland zeigt im zweiten Quartal 2026 ein gemischtes Bild. Zwar entwickelt sich die Konjunktur robuster als erwartet und die Kreditnachfrage zieht wieder leicht an. Doch Investitionen bleiben verhalten, Insolvenzen steigen und strukturelle Standortprobleme bremsen die wirtschaftliche Dynamik. Für einen nachhaltigen Aufschwung sind bessere Investitionsbedingungen und ein wettbewerbsfähiger Bankenmarkt erforderlich. Wirtschaft stabilisiert sich, Investitionen bleiben schwachDie deutsche Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2026 robuster entwickelt als erwartet. Nach einem BIP-Wachstum von 0,4 Prozent im ersten Quartal legte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal nochmals um 0,3 Prozent zu. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den Exporten, insbesondere nach Europa. Für das Gesamtjahr erscheint aus Sicht des Bankenverbandes ein Wirtschaftswachstum von etwas mehr als 1 Prozent möglich. Gleichzeitig bleiben hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und schwierige Standortbedingungen Belastungsfaktoren. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen bleibt schwach. Die Ausrüstungsinvestitionen gingen im ersten Halbjahr erneut zurück. Die Nachfrage nach Krediten nimmt zu, wird aber vor allem von Refinanzierungen und Umschuldungen getragen. Das Volumen der Unternehmenskredite stieg im zweiten Quartal 2026 um 0,7 Prozent auf 1.146 Milliarden Euro. Deutlich stärker wächst die Finanzierung über Unternehmensanleihen. Das ausstehende Anleihevolumen nahm im zweiten Quartal um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Eine breite Investitionsdynamik ist aber insgesamt weiterhin nicht erkennbar. Gründerdynamik steigt, leistungsfähige Kapitalmärkte werden benötigtDie Zahl der Gründungen stieg deutlich in 2025 und im ersten Halbjahr 2026. Besonders dynamisch entwickelten sich Nebenerwerbsgründungen sowie Gründungen von Startups mit KI-Bezug. Gleichzeitig nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dies verweist auf anhaltende strukturelle Schwächen des Standorts Deutschland. Für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sind leistungsfähige Kapitalmärkte entscheidend. Die Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung setzt wichtige Impulse. Aus Sicht des Bankenverbandes muss das Finanzierungsökosystem ganzheitlich gedacht werden, von der Gründung bis zum Börsengang. Das Vorhaben der EU-Kommission, mit der „EU Inc.“ eine optionale, einheitliche Gesellschaftsform in der Europäischen Union zu schaffen, kann Unternehmen den grenzüberschreitenden Zugang zu Kapital erheblich erleichtern und darf nicht verwässert werden. Gleichzeitig besteht Handlungsbedarf bei der Bankenregulierung.
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