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27. November 2025

Aktuelles Stichwort: Stablecoins als strategische Chance begreifen

Stablecoins gewinnen zunehmend an Relevanz. Vor allem US-Dollar-basierte Stablecoins haben bereits ein finanzmarkt­relevantes Volumen erreicht und dürften vor dem Hinter­grund der jüngsten US-Politik weiter an Auftrieb gewinnen. Ihre Weiterentwicklung kann mit enormen Auswirkungen für den Finanzmarkt, die Realwirtschaft und die europäische Souveränität einhergehen. 

Wachsende Bedeutung von Stablecoins 

Stablecoins sind heute ein zentraler Bestandteil des Krypto-Ökosystems. Sie sind an relativ stabile Vermögens­werte oder reale Währungen wie den US-Dollar oder den Euro gebunden und mit entsprechenden Sicher­heiten unterlegt. Dadurch unterscheiden sie sich von anderen so genannten Kryptowährungen wie z. B. Bitcoin und erfüllen wichtige Voraussetzungen, um als Zahlungsmittel eingesetzt zu werden. US-Dollar-basierte Stablecoins machen aktuell rund 99 % des globalen Stablecoin-Marktes aus, während sich der Markt in Europa noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Dabei entfällt der überwiegende Anteil der Stablecoin-Transaktionen bislang auf den Handel von Kryptowerten und andere Nicht-Zahlungstransaktionen.

Künftige Rolle im globalen Zahlungsverkehr

Stablecoins versprechen schnelle und kostengünstige Transaktionen, Wertstabilität gegenüber dem Basiswert sowie globalen Zugang sowohl für Blockchain-basierte Anwendungen als auch in der traditionellen Finanzwelt. Gerade für internationale Zahlungen in Fremdwährungs­räume außerhalb der EU können sie eine Alter­native zu klassischen Auslandsüber­weisungen und Überweisungsdiensten darstellen. Durch den Einsatz von Smart Contracts können Zahlungen zudem programmierbar gestaltet und Prozesse automatisiert werden. Die Kombination aus Internet of Things, digitalen Identitäten, Smart Contracts und programmierbaren Zahlungen ermöglicht dabei eine neue Ebene industrieller Automatisierung und Effizienz im Rahmen der Industrie 4.0. Weiterhin können Stablecoins insbesondere in Regionen mit wirtschaftlicher Instabilität oder hoher Inflation als Wertaufbewahrungsmittel dienen. Durch die Bindung an eine weitgehend stabile Währung wie den US-Dollar oder den Euro bieten sie eine Möglichkeit, ihre Kaufkraft zu erhalten und ihre Vermögens­werte vor der Volatilität der lokalen Währungen zu schützen. Neben den Vorteilen bergen insbesondere unregulierte Stablecoins aber auch Risiken. Eine größere Verbreitung könnte eine Herausforderung für die Finanzierung der Realwirtschaft sowie eine steigende Abhängigkeit vom Dollar („digitale Dollarisierung“) darstellen. 

Position des Bankenverbandes 

Stablecoins – aber auch andere Formen tokenisierten privaten Geldes – bieten für Europa eine Chance, Abhängigkeiten zum Dollar zu reduzieren und den Anteil des Euro im internationalen Handel und am globalen Transaktionsvolumen auszubauen. Dies hätte auch positive Wirkungen für die Attraktivität des europäischen Finanz- und Kapital­marktes. Der stark fragmentierte Finanzmarkt, das Fehlen einer europäischen Kapitalmarkt­union sowie rechtliche Hindernisse sorgen jedoch dafür, dass die Potenziale von blockchain-basiertem Geld in Europa nicht vollumfänglich genutzt werden können. Um den globalen Anschluss nicht zu verlieren, bedarf es eines gemeinsamen strategischen Ansatzes von (Krypto-)Industrie, Finanzinstituten und Regulierungsbehörden. Es ist dabei entscheidend, innovationsfreundliche Wettbe­werbs­bedingungen zu schaffen, damit Stablecoins und andere tokenisierte Geldformen als strategischer Baustein für Europa nutzbar werden. Der Bankenverband zeigt in einem heute veröffentlichten Impulspapier konkrete Handlungsansätze hierfür auf. Das Papier finden Sie hier. 


Markus Kirchner

Kontakt

Dr. Markus Kirchner

Leiter Politik Deutschland

   +49 (30) 1663 2250

   markus.kirchner@bdb.de

Hannah Frohwein

Kontakt

Hannah Frohwein

Politik Deutschland

   +49 (30) 1663 1578

   hannah.frohwein@bdb.de

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