Direkt zum Inhalt
Logo des Bundesverband deutscher Banken e. V.
Hauptnavigation (Bankenverband)
  • Themen
    • Bankenaufsicht
    • Digitalisierung
    • Einlagensicherung
    • Finanzbildung
    • Kapitalmarkt
    • Recht & Steuern
    • Verbraucher
    • Wirtschaft
    • Zahlungsverkehr
  • Media
    • Medieninformationen
    • Medienkontakt
    • Pressefotos
    • Podcast
    • Umfragen
  • Veranstaltungen
    • Alle Veranstaltungen
    • Bankenakademie
  • Services
    • AGB-Banken
    • Musterverträge
    • Schlichtung
    • Standards
    • Stellungnahmen
    • Währungsrechner
  • Über uns
    • Der Bankenverband
    • Organigramm
    • Politische Arbeit
    • Karriere
    • Mitglieder
    • Satzung
    • Landesverbände
logo

09. Juli 2026

Aktuelles Stichwort: Finanzierung sichern und Wettbewerbsfähigkeit stärken für Europas Zukunft

Europa steht vor gewaltigen Investitionsaufgaben in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Klimaschutz und Sicherheit. Damit diese Investitionen finanziert werden können, braucht Europa leistungsfähige und international wettbewerbsfähige Banken. Die Regulierung begrenzt die Finanzierungskapazitäten der Institute und erschwert die Mobilisierung privaten Kapitals.

Auch Europa braucht mehr Finanzierungskapazität für Investitionen

Europa steht vor einem zusätzlichen jährlichen Investitionsbedarf von rund 1,4 Billionen Euro. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, braucht Europa wettbewerbsfähige und leistungsfähige Banken. Die europäischen Institute haben ihre Kapitalbasis in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt und damit die Stabilität des Finanzsystems nachhaltig erhöht. Gleichwohl werden die Kapitalanforderungen mit der vollständigen Umsetzung der Baseler Standards weiter steigen. Damit die europäischen Banken aber ihren Beitrag zur Schließung der enormen Investitionslücke leisten können, muss ausreichend Kapital für die Kreditvergabe und nicht für immer höhere regulatorische Anforderungen zur Verfügung stehen.

Andere Jurisdiktionen haben bereits reagiert

Die USA und das Vereinigte Königreich verfolgen diesbezüglich einen klaren Kurs. Dort werden Regulierungsvorgaben konsequent überprüft, zielführend vereinfacht und angemessen entlastet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Finanzmärkte zu stärken. Dadurch wachsen die Unterschiede bei den Regulierungsvorgaben zwischen den Finanzstandorten. Für europäische Banken entstehen hierdurch Wettbewerbsnachteile. Diese verfestigen sich, da Reformprozesse auf EU-Ebene oft viele Jahre dauern. Dadurch werden notwendige Entlastungen sehr spät wirksam. Zusätzliche Belastungen, die bereits in bestehenden Regulierungstexten angelegt sind, werden hingegen ohne Verzögerung ab 2028 schlagend.

Die Reformdebatte geht in die richtige Richtung, bleibt aber zu zögerlich

Die Europäische Kommission erkennt inzwischen an, dass die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors gestärkt werden muss. Positiv sind die Analyse bestehender Hindernisse, der Fokus auf Vereinfachung und der Wunsch nach einer stärkeren Ausrichtung der Aufsicht auf tatsächliche Risiken. Die bisherigen Vorschläge bleiben jedoch an vielen Stellen zu unkonkret. Wichtige Belastungsfaktoren wie einzelne Basel-Übergangsregelungen, Vorgaben für Kreditfinanzierungen oder weitere regulatorische Hemmnisse werden nicht ausreichend adressiert. Zudem fehlt ein klares Signal, dass die Kapitalanforderungen künftig nicht weiter steigen werden. Die aktuelle Debatte wird zusätzlich durch unterschiedliche Interessen der Mitgliedstaaten erschwert. Während einige Länder mehr Integration und eine effizientere Nutzung von Kapital und Liquidität innerhalb von Bankengruppen unterstützen, bestehen andere auf umfangreichen nationalen Sicherheitsvorgaben. Dadurch drohen langwierige Verhandlungen. Die Gefahr weiterer Verzögerungen ist hoch. Gleichzeitig bleibt die Fragmentierung des europäischen Bankenmarktes ein ungelöstes Problem.

Position des Bankenverbandes 

Der Bankenverband setzt sich für einen Reformansatz mit zwei Geschwindigkeiten ein. Kurzfristig braucht Europa gezielte regulatorische Entlastungen, weniger Komplexität und keine weiteren Verschärfungen der Kapitalanforderungen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Banken und ihre Fähigkeit, Investitionen zu finanzieren. Erst danach sollten die langfristigen Fragen zur Integration des europäischen Bankenmarkts und zur Weiterentwicklung der Bankenunion diskutiert werden.


Markus Kirchner

Kontakt

Dr. Markus Kirchner

Leiter Politik Deutschland

   +49 (30) 1663 2250

   markus.kirchner@bdb.de

Profilbild Steffen Gleisenberg

Kontakt

Steffen Gleisenberg

Politik Deutschland

   +49 30 1663 1771

   steffen.gleisenberg@bdb.de

Logo des Bundesverband deutscher Banken e. V.

Logo des Bundesverband deutscher Banken e. V.

Bundesverband deutscher Banken e. V.
Burgstraße 28, 10178 Berlin

Fußzeile (Bankenverband)
  • Impressum
  • LinkedIn
  • Youtube
  • Cookie-Einstellungen
  • Datenschutz

Unser Newsletter Angebot

Jetzt anmelden