Artikel

Welche Bankkarte kann was? So unterscheiden sich Kreditkarte, Debitkarte und girocard

Vivien Rottka
Vivien Rottka
Frau mit Kreditkarte bezahlt etwas am Smartphone

Ob im Supermarkt, auf Reisen oder beim Online-Shopping – mit der passenden Karte kann man schnell und einfach bezahlen. 

Doch welche Zahlungskarte eignet sich wofür am besten? Während manche Karten ideal für den Alltag sind, bieten andere mehr Flexibilität im Ausland oder bei Online-Käufen. Damit Sie den Überblick behalten, zeigen wir Ihnen, welche Karte für welche Zwecke optimal ist.

Debitkarten

Als Debitkarten werden alle Zahlungskarten bezeichnet, bei denen der Umsatz sofort vom Konto abgebucht wird. Dazu gehören die nationale girocard sowie Karten internationaler Kartenzahlverfahren:

girocard – Die nationale Debitkarte

Die girocard, umgangssprachlich oft noch als „EC-Karte“ bekannt, ist die gängigste Debitkarte in Deutschland. Sie ermöglicht:

  • Bargeldabhebungen an Geldautomaten
  • Zahlungen in Geschäften vor Ort 

Auf der girocard befindet sich häufig das Logo eines weiteren, internationalen Kartenzahlverfahrens. Dieses sogenannte „Co-Badge“ wird genutzt, wenn eine Zahlung nicht über das girocard-System möglich ist – etwa im Internet oder im Ausland.

Debitkarten internationaler Kartenzahlverfahren

Neben der girocard mit Co-Badge, stellen viele Banken auch Debitkarten internationaler Kartenzahlverfahren zur Verfügung. Sie bieten:

  • Eine nahezu weltweite Akzeptanz
  • Online-Zahlungen  

Manche Händler akzeptieren zwar girocards, aber keine Debitkarten internationaler Kartenzahlverfahren. Das liegt daran, dass diese Karten in Deutschland weniger verbreitet sind als die girocard. Debitkarten internationaler Kartenzahlverfahren werden in der Regel dann akzeptiert, wenn auch Kreditkarten angenommen werden.

Kreditkarte – Flexibel und weltweit akzeptiert

Kreditkarten bieten mehr Flexibilität, besonders für Reisen oder Online-Zahlungen. Ihre Merkmale:

  • Nahezu weltweite Akzeptanz in Geschäften, Hotels und Online-Shops
  • Bargeldabhebung weltweit an Geldautomaten
  • Zusätzliche Leistungen wie Reiseversicherungen oder Bonusprogramme möglich (abhängig vom Kartentyp)

Es gibt verschiedene Kreditkartentypen: Es gibt Charge-Karten (monatliche Abbuchung), Revolving-Karten (kleinerer Privatkredit, Teilzahlung möglich, aber oft mit hohen Zinsen) und Prepaid-Kreditkarten (nur mit vorheriger Aufladung nutzbar). 

Wenn Sie mehr über Kreditkarten erfahren möchten, gelangen Sie hier zu unserem Artikel „Was kann welche Kreditkarte?“.

Welche Karte ist die richtige für mich?

Wer viel reist, sollte zusätzlich zur Debitkarte eine Kreditkarte in Betracht ziehen: Bei Hotel- oder Mietwagenreservierungen wird diese oftmals vorausgesetzt. 

Aus Sicherheitsgründen kann es sein, dass Ihre Bank die Zahlungskarte für den Einsatz im Ausland erst freischalten muss. Zudem kann es von Land zu Land Unterschiede bei der jeweiligen Kartenakzeptanz geben. 

Ihre Bank informiert Sie, welche Karte oder andere Zahlungsmittel in ihrem Urlaubsland sinnvoll sind.

Vivien Rottka

Kontakt

Vivien Rottka

Media Relations

Das könnte Sie auch interessieren:

Mann bezahlt kontaktlos in einem Laden
Artikel

So nutzen Sie Biometrie sicher beim Bezahlen

Biometrische Verfahren können die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit im Zahlungsverkehr verbessern, vor allem beim Mobile Payment. Dabei autorisieren Sie Zahlungen per Smartphone oder Wearable über einzigartige Körpermerkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtsscan.

Frau prüft Zuhause ihre Kontoauszüge
Artikel

Doppelt im Nachteil

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Frauen sind in Deutschland finanziell schlechter gestellt als Männer. Nicht ein bisschen, nicht nur gefühlt, sondern messbar und mit handfesten Folgen. Die Ergebnisse unserer Female Finance-Studie 2026 führen das erneut deutlich vor Augen.

Bildungsurlaub Sprachkurs
Artikel

Bildungsurlaub: So nutzen Sie Ihren Anspruch

Spanisch lernen in Valencia, Finanzwissen in Brandenburg vertiefen oder den Umgang mit Künstlicher Intelligenz trainieren: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich jedes Jahr Zeit für ihre persönliche Weiterentwicklung nehmen.