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Herkenhoff: EZB-Zinsentscheidung passend - kein Automatismus für Juli

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Kerstin Altendorf
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„Mit der heutigen Zinsentscheidung beweist die Europäische Zentralbank Fingerspitzengefühl. Die Erhöhung ist absolut nachvollziehbar und mit Blick auf die Preisentwicklung im Euroraum sehr passend“, sagt Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. „Wichtig ist aber auch: Mit dem heutigen Schritt ist kein Automatismus für eine weitere Zinserhöhung im Juli verbunden.“

„Anders als während des starken Inflationsanstiegs in den Jahren 2021 und 2022 reagieren die europäischen Währungshüter diesmal auf der Höhe des Geschehens.“ Das habe den Vorteil, dass mit der heutigen Zinserhöhung keine ununterbrochene Serie von Zinsschritten verbunden sei.

Die EZB habe den Zinsschritt bereits im Vorfeld mit einer klaren Kommunikation gut vorbereitet. „Die Notenbank hat den Märkten Orientierung gegeben. Das schafft Verlässlichkeit in einem weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfeld“, so Herkenhoff.

„Mit der heutigen Entscheidung gewinnt die EZB Zeit, die weitere Preis- und Wirtschaftsentwicklung über den Sommer hinweg sorgfältig zu beobachten“, sagt der Chef des Bankenverbandes. Zur Sitzung des EZB-Rats im September liegen auch wieder neue Inflationsprognosen vor. Diese dürften dann – ähnlich wie heute – eine wichtige Grundlage für die zinspolitische Entscheidung im Herbst sein.

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