Artikel

Einschulung 2026: Wohin mit dem Geldgeschenk?

Kerstin Altendorf
Dr. Kerstin Altendorf

Der erste Schultag ist ein besonderer Moment. Viele Kinder bekommen zur Einschulung nicht nur eine Schultüte und einen Schulranzen, sondern mittlerweile auch Geld von den Großeltern, Tanten und Patenonkeln oder Freundinnen und Freunden der Familie.  

Bevor Sie als Eltern entscheiden, was damit passieren soll, helfen vier Fragen:

  • Wem soll das Geld gehören?
  • Wann wird es gebraucht?
  • Wofür wird es gebraucht?
  • Wie viel Risiko möchten Sie eingehen?

Soll das Geld direkt auf den Namen des Kindes angelegt werden?

Wird das Geld auf den Namen des Kindes angelegt, gehört es dem Kind. Mit 18 Jahren kann es grundsätzlich selbst darüber verfügen. Wer das nicht möchte, kann zunächst auf den eigenen Namen sparen und später entscheiden, wann das Geld verschenkt wird.

Wann wird das Geld gebraucht?

Für Ziele in den nächsten Jahren, etwa eine Klassenfahrt, ein Fahrrad oder ein Laptop, sind Sicherheit und schneller Zugriff wichtig. Da bietet sich dann zum Beispiel eine Anlage in Festgeld an. Da ist zwar die Verzinsung nicht ganz so hoch, doch das Geld steht sicher zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung. Liegt das Ziel noch viele Jahre in der Zukunft, etwa für Führerschein oder Studium, kommen auch andere Spar- und Anlagemöglichkeiten infrage.

Wofür wird gespart?

Für Ausgaben während der Schulzeit reichen oft einfache Sparlösungen. Wer über viele Jahre Geld zurücklegen möchte, kann auch auf Wertpapiere, wie beispielsweise Aktien, Anleihen oder Investmentfonds setzen. Hierunter fallen auch die beliebten ETFs. Eine Patentante, die regelmäßig 25 Euro im Monat spart, kann damit über die Jahre eine beachtliche Summe aufbauen – auch aufgrund des Zinseszinseffektes. Mittlerweile sind auch kleinere Beträge bei vielen Banken möglich, etwa in Fondsparplänen.

Mehr Chancen, mehr Risiko

Bei Wertpapieren ist die Rendite in aller Regel höher als auf einem Sparkonto. Der Wert schwankt jedoch und kann auch unter dem Ausgangswert liegen – im schlimmsten Falle sogar bei null. Deshalb eignen sich solche Anlagen vor allem für Geld, das viele Jahre nicht benötigt wird. Gewinne sind hierbei nicht garantiert und: Positive Entwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen.

Drei Tipps, ob für Tanten, Großeltern oder Freunde

  1. Erst das Ziel festlegen, dann die Sparform auswählen.
  2. Regelmäßig sparen statt nur einmal Geld schenken.
  3. Je früher das Geld gebraucht wird, desto wichtiger sind Sicherheit und Verfügbarkeit.

Die wichtigste Frage lautet also nicht: Wo lege ich das Geld an? Sondern: Wofür soll das Geld später genutzt werden? Wer Ziel, Zeitpunkt und Risiko berücksichtigt, findet meist schnell die passende Lösung. Wenn Sie noch unsicher sind, wie Sie den passenden Startzuschuss zum Schulbeginn finden, kann eine Beratung bei Ihrer Bank helfen.

Kerstin Altendorf

Kontakt

Dr. Kerstin Altendorf

Pressesprecherin

Das könnte Sie auch interessieren:

Sonderzahlungen
Artikel

Geldanlage mit Sonderzahlungen

Nutzen Sie Bonus, Weihnachtsgeld und Co. für den Vermögensaufbau

Bonuszahlungen oder Weihnachtsgeld sind gute Gelegenheiten, die eigenen Finanzen voranzubringen. Statt eine solche Sonderzahlung einfach im Alltag auszugeben, können Sie damit Ihre Schulden reduzieren oder langfristig Vermögen aufbauen. Welche Option die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie Ihre finanzielle Situation heute aussieht und wann Sie das Geld wieder benötigen.

Generationenstudie Teil 1
Artikel

Durchwachsene Gegenwart, unsichere Zukunft

Wie die Generationen auf Rente und Vorsorge blicken

Die finanzielle Gegenwart wirkt für viele Menschen noch annähernd stabil - doch der Blick auf die Rente weckt größere Sorgen: Die Generationenstudie 2026 zeigt, warum besonders Jüngere an ihrer Absicherung im Alter zweifeln.

Spartipps
Artikel

Endspurt bis zum Jahresende: Mit diesen sechs Tipps klappt’s mit dem Sparen

Vom No-Buy-Month bis zum digitalen Haushaltsbuch

Sommerkleidung im Herbst kaufen oder einen Monat lang auf Shopping verzichten: Manchmal lohnt es sich, beim Sparen neue Wege zu gehen. Entdecken Sie sechs alltagstaugliche Ideen, mit denen Sie Ihre Ausgaben senken und oft auch nachhaltiger leben können.