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Studium finanzieren: So behalten Studierende den Überblick

Kathleen Altmann
Kathleen Altmann

Ein Studium heißt nicht nur lernen, sondern kostet auch Geld. Die Kosten für Miete, Lebensmittel und Lernmaterialien summieren sich schnell. Nach Angaben des Deutschen Studierendenwerks liegen die Lebenshaltungskosten bei durchschnittlich 990 Euro im Monat. Nicht alle Studierenden können dabei auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern setzen. Welche Möglichkeiten gibt es, ein Studium zu finanzieren?

Einnahmen und Ausgaben erfassen

Bevor Studierende nach Möglichkeiten suchen, ihr Studium zu finanzieren, sollten sie sich zunächst einen Überblick über ihre Finanzen verschaffen. Welche Einnahmen gibt es und welche Ausgaben kommen auf sie zu? Folgende Fragen können helfen, den finanziellen Bedarf für Lebenshaltung, Studium und Freizeit einzuschätzen:

  • Wie viel Unterstützung steht monatlich durch die Eltern zur Verfügung? 
  • Wie hoch ist die Miete für ein WG-Zimmer oder einen Platz im Studentenwohnheim?
  • Mit welchen monatlichen Ausgaben ist für Lebensmittel, Fahrtkosten, Strom, Gas und Versicherungen zu rechnen?
  •  Welche Kosten fallen für Semestergebühren, Notebook, Bücher und Schreibmaterial an?
  • Wie viel Geld soll für Mobilfunk, Streamingdienste, Kleidung und andere persönliche Ausgaben zur Verfügung stehen?

So lässt sich besser einschätzen, wie hoch der monatliche Finanzbedarf tatsächlich ist und an welchen Stellen sich die Ausgaben gegebenenfalls anpassen lassen. Reicht die Unterstützung der Eltern nicht aus, um den Unialltag zu bestreiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen zu erzielen oder das Budget zu verbessern.

Studium mit BAföG finanzieren

Reichen die finanziellen Mittel der Familie nicht aus, kann BAföG eine Möglichkeit sein, das Studium zu finanzieren. Wohnen Studierende nicht mehr bei den Eltern und ist keine Familienversicherung möglich, liegt der Höchstsatz bei monatlich 992 Euro. Junge Menschen unter 25 Jahren, aus einkommensschwachen Haushalten erhalten zudem eine Studienstarthilfe. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss von 1.000 Euro, der beispielsweise für einen Laptop oder Lehr- und Lernmaterialien genutzt werden kann.

Der Vorteil von BAföG: Die Hälfte der Förderung wird als Zuschuss gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Die andere Hälfte wird als zinsloses Darlehen vergeben. Von der Darlehenssumme müssen insgesamt maximal 10.010 Euro zurückgezahlt werden.

Eine gute Nachricht ist, dass Studierende auch neben dem BAföG monatlich bis zu 603 Euro hinzuverdienen können, ohne dass sich dies auf die Förderung auswirkt.

Jobben neben dem Studium: Mini- oder Werkstudentenjob

Viele Studierende in Deutschland arbeiten neben dem Studium. Mit einem Minijob dürfen Studierende bis zu 603 Euro im Monat verdienen. Zu beachten ist, dass auch Sonderzahlungen berücksichtigt werden können. Wer beispielsweise mit Urlaubs- oder Weihnachtsgeld über diese zulässige Verdienstgrenze kommt, gilt nicht mehr als geringfügig beschäftigt.

Eine Alternative kann ein Job als Werkstudentin oder Werkstudent sein. Bis zu 20 Stunden pro Woche neben dem (Vollzeit-)Studium sind dann erlaubt. Achtung: Wer BAföG bekommt, darf nicht mehr als 7.236 Euro im Bewilligungszeitraum (in der Regel zwei Semester) verdienen, sonst wird der Zuschuss gekürzt. 

Kathleen Altmann

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Pressesprecherin

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